Drei Millionen Euro Schaden Großfeuer in Recycling-Firma in Stuhr

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Stuhr/Brinkum. Bei einem verheerenden Brand ist in der Nacht zu Montag eine Recycling-Firma in Flammen aufgegangen. Der Schaden beträgt mindestens drei Millionen Euro.

Großfeuer in Stuhr: Gegen 23:53 Uhr ist die Ortsfeuerwehr Brinkum am späten Sonntagabend mit dem Einsatzstichwort „Feuer Recyclinghof“ ins Gewerbegebiet Am Rodendamm gerufen worden. Schon auf der Anfahrt war laut Bericht der Feuerwehr weithin ein Feuerschein zu sehen, sodass sofort die Alarmstufe umgehend erhöht wurde. Beim Eintreffen stand auf dem Gelände einer Recycling-Firma eine Halle in der Größe 30 mal 40 Meter in Vollbrand. Daraufhin erfolgte die abermalige Erhöhung der Alarmstufe. Das Feuer hatte bereits auf angrenzende Bereiche übergegriffen. Das Firmengelände umfasst eine Fläche von rund 100 mal 200 Metern und besteht aus mehreren Hallen, in denen Sortieranlagen stehen und Wertstoffe gelagert werden. Zudem gibt es unmittelbar neben den Hallen mehrere Freiflächen, auf denen die sortierten Wertstoffe gelagert werden.

Umfangreiche Nachalarmierung

Von der Halle breitete sich das Feuer in die eine Richtung auf einen großen Berg mit Holzresten und in die andere Richtung auf eine weitere Halle aus. Es wurde sofort von mehreren Seiten mit der Brandbekämpfung begonnen. Eine umfangreiche Nachalarmierung wurde ebenfalls ausgelöst. Zusätzlich zur gesamten Gemeindefeuerwehr Stuhr wurde aus der Gemeinde Weyhe die Ortsfeuerwehren Erichshof, Melchiorshausen und Leeste mit der Hubarbeitsbühne alarmiert. Aus Syke wurde eine weitere Drehleiter zu Einsatzstelle bestellt. Vom Einsatzleiter wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet, um das Feuer von mehreren Seiten bekämpfen zu können. Die Wasserversorgung konnte über mehrere Wasserentnahmestellen sowie einen direkt an die Einsatzstelle angrenzenden Fluss in ausreichender Menge sicher gestellt werden. Dies war auch erforderlich, um den nötigen massiven Löschangriff durchführen zu können. Als weitere Unterstützung wurde laut Einsatzbericht eine vierte Drehleiter der Berufsfeuerwehr Bremen und ein Flughafenlöschfahrzeug vom Flughafen Bremen angefordert. Somit konnte die Brandbekämpfung aus insgesamt zwölf Wasserwerfern am Boden und von oben durchgeführt werden.

Nach drei Stunden erster Erfolg

Zur Unterstützung des Einsatzleiters und zur Führung der Lage wurde die Technische Einsatzleitung Nord der Kreisfeuerwehr Diepholz als zentrale Einsatzleitung eingesetzt. Zum Eigenschutz der eingesetzten Kräfte war die DRK-Bereitschaft Brinkum und der leitende Notarzt vor Ort. Für Nachschub an Atemluftflaschen und Schläuchen sorgte die Feuerwehrtechnische Zentrale aus Barrien.

Nach etwa drei Stunden stellte sich ein erster Löscherfolg ein, die Flammen gingen merklich zurück. „“Uns ist es gelungen, eine Halle sowie ein Büro- und ein Wohngebäude zu halten“, sagte Feuerwerhsprecher Matthias Thom am Montag. Nach etwa fünf Stunden konnten die ersten Kräfte herausgelöst werden. Die Feuerwehr ist noch immer im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Die Schadenshöhe soll nach ersten Angaben bei drei Millionen Euro liegen..

Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Die Polizei war mit mehreren Kräften am Einsatzort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Einsatz waren waren etwa 250 Feuerwehrleute. Die Versorgung der Einsatzkräfte, die die ganze Nacht im Einsatz waren, wurde vom Versorgungszug des Landkreises Diepholz vorgenommen. Gegen 6 Uhr wurde die Ablösung der Einsatzkräfte durch die Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 organisiert. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Tage andauern. Nach Angaben der Feuerwehr befinden sich in vielen der Müllberge noch Glutnester. Um diese zu ersticken, müssen die Berge mehrfach umgegraben und abgelöscht werden.


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