Sofortige Sperrung und Sanierung an KGS Brinkumer Sporthalle als Gefahr für Schüler und Sportler bewertet

Dringenden Sanierungsbedarf hat die Gemeinde Stuhr in den zwei Sporthallen der KGS Stuhr-Brinkum festgestellt, eine ist nun gesperrt. Die neue Halle am Birkenweg dient als Ausweichquartier. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpaDringenden Sanierungsbedarf hat die Gemeinde Stuhr in den zwei Sporthallen der KGS Stuhr-Brinkum festgestellt, eine ist nun gesperrt. Die neue Halle am Birkenweg dient als Ausweichquartier. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpa

Stuhr. In der Hoffnung auf Fördermittel hat die Gemeinde Stuhr mit der Sanierung der KGS-Sporthallen gewartet. Die Bundes- und Landesmittel fließen nicht. Aber der Zustand ist so prekär, dass eine Halle nicht mehr nutzbar ist.

Nach dringendem Handlungsbedarf klingt die Mitteilung der Gemeinde Stuhr zum Zustand der Sporthalle I der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Stuhr-Brinkum. "Um Gefährdungen der Schülerinnen und Schüler und Sportlerinnen und Sportler zu vermeiden, musste die Sporthalle I mit sofortiger Wirkung gesperrt werden", hat der für Schulen zuständige Fachdienst der Gemeinde am Freitag mitgeteilt. In beiden von der Schule genutzten Sporthallen bestehe erheblicher Sanierungsbedarf, die Sporthalle II könne aber noch genutzt werden, heißt es in der Mitteilung.

Entscheidung für Sanierung fiel schon im Mai 2018

Dass sich an den Sportstätten der KGS etwas tun muss, ist nicht neu. Schon 2018 beschloss der Stuhrer Rat, beide Sporthallen zu sanieren und stellte die erforderlichen Haushaltsmittel zur Verfügung. Allerdings bestand die Hoffnung auf 2,8 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. "Im April 2019 wurde bekannt, dass der Antrag der Gemeinde Stuhr nicht berücksichtigt wurde", erinnert der Fachdienst Bildung, Jugend und Sport. Auch ein anschließender Antrag auf Förderung über das Sportstättensanierungsprogramm des Landes Niedersachsen wurde im August 2019 abgelehnt. 

Warten auf Fördermittel-Zusagen

"In beiden Förderprogrammen galt das Verbot des vorzeitigen Maßnahmenbeginns", erläutert die Gemeindeverwaltung, warum mit der Sanierung nicht begonnen werden konnte. Erst nachdem sich beide Versuche an Fördermittel zu gelangen zerschlagen hatten, stellte der zuständige Fachdienst die erforderliche europaweite Ausschreibung der Architektenleistungen fertig. "Die Sanierungsarbeiten werden daher voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 starten", kündigt die Gemeinde an.

Ausbesserungsarbeiten reichen nicht mehr

Trotz "verschiedener Unterhaltungsmaßnahmen" habe sich aber der Zustand der Sporthalle I so verschlechtert, dass Schul- und Vereinssports dort nicht mehr vertretbar sei. Während diese Halle seit Freitag gesperrt ist, steht die Sporthalle II weiterhin für den Sportbetrieb zur Verfügung. Außerdem können Schüler und Sportler in die Sporthalle an der Birkenstraße ausweichen. Damit diese als Ausweichquartier zur Verfügung steht, hatte der Gemeinderat ihren Bau der Sanierung der KGS-Sporthallen vorangestellt, erläutert der Fachdienst.


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