Informationsveranstaltung in Stuhr Wenn das eigene Haus im Alter zum Problem wird

Gabriela Donath (3. v. l.) stellte Gisela Hechler (5. v. l.) und Volker Twachtmann (7. v. l.) die Räumlichkeiten ihrer Pflegeeinrichtung für die Informationsveranstaltung zur Verfügung. Foto: Christopher BredowGabriela Donath (3. v. l.) stellte Gisela Hechler (5. v. l.) und Volker Twachtmann (7. v. l.) die Räumlichkeiten ihrer Pflegeeinrichtung für die Informationsveranstaltung zur Verfügung. Foto: Christopher Bredow

Stuhr-Varrel. Eine eigene Immobilie kann für Menschen im hohen Alter zum Problem werden. Über mögliche Perspektiven und weitere Themen rund um die Pflege hat am Sonntag eine Informationsveranstaltung in Stuhr aufgeklärt.

Wenn das eigene Haus im Alter irgendwann zu groß oder der körperlichen Verfassung nicht mehr entsprechend gebaut ist, fragen sich viele ältere Menschen, wie sie mit ihrer Immobilie umgehen sollen. Kann ich das Haus seniorengerecht umbauen? Wie organisiere ich meine Pflege zuhause? Und wie läuft ein Verkauf oder eine Vererbung ab? All das sind Fragen, auf die es auf dem Informationstag "Die Immobilie im Alter" am Sonntag in den Räumen der Tagespflege Donath in Stuhr-Varrel Antworten gab.

Berührungsängste sollen abgebaut werden

Die Immobilienmakler Gisela Hechler und Volker Twachtmann hatten die Veranstaltung nach 2017 zum zweiten Mal beim Pflegedienst von Gabriela Donath organisiert. "Das ist hier genau die richtige Atmosphäre für so eine Messe, um Berührungsängste abzubauen", erklärte Twachtmann: "Das Thema Pflege ist für viele Menschen ein sehr sensibles."

Fachvorträge rund um wichtige Themen für ältere Menschen

Damit würden die Immobilienmakler in ihrem Job immer wieder konfrontiert werden. "Das ist unser täglich Brot. Wir haben immer wieder Menschen bei uns, die im höheren Alter sind und nicht nur Probleme mit ihrer Immobilie haben, sondern auch Fragen zu Themen wie der Pflege oder Vorsorgevollmacht haben", so Hechler. Die Messe biete mit ihren zahlreichen Ausstellern und den Fachvorträgen eine gute Möglichkeit, die Senioren in der Umgebung umfassend zu informieren. "Wir wollen ihnen die Ängste, etwas falsch zu machen, nehmen und ihnen zeigen, dass es Hilfe gibt", so Hechler.

Notarin Christiane Gudat klärte in ihrem Vortrag über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht auf. Foto: Christopher Bredow

Nicht nur Verkauf von Häusern ist ein Thema

"Viele ältere Menschen wollen mit ihrer Familie nicht über ihre Probleme sprechen sondern wünschen sich eher einen Blick von außen", sagte Twachtmann. In ihren Beratungen würden sie nicht nur über einen möglichen Verkauf von einem Haus sprechen, das zum Beispiel für eine alleinstehende Person zu groß ist, sondern auch über andere Möglichkeiten wie einen seniorengerechten Umbau.

"In den 1970er- und 1980er-Jahren haben viele Menschen gebaut, die sich damals keine Gedanken über das Alter gemacht haben und jetzt 80 Jahre oder älter sind", so Twachtmann. "Wir haben ein Netzwerk, mit dem wir sie betreuen können. Und das präsentieren wir hier." Klar sei aber auch, dass eine solche Informationsveranstaltung zur Kundenbindung dienen soll. Das Feedback der zahlreichen Besucher aber sei positiv: "Wir hören immer wieder, dass sie sich hier gut beraten fühlen", sagte Twachtmann.


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