Zauber der Grünen Insel im Stuhrer Rathaus „The Henry Girls“ begeistern Publikum mit „Irish Americana Folk“

Sie begeisterten das Stuhrer Publikum mit ihrem „Irish Americana Folk“ (v.li.): Karen, Lorna und Jolene McLaughlin sind „The Henry Girls“.  Foto: Jasmin JohannsenSie begeisterten das Stuhrer Publikum mit ihrem „Irish Americana Folk“ (v.li.): Karen, Lorna und Jolene McLaughlin sind „The Henry Girls“. Foto: Jasmin Johannsen

Stuhr. Dreistimmiger Gesang und eine Mischung aus Folk, Pop, Swing und Blues: Musikalische Vielfalt machte das Konzert von „The Henry Girls“ am Freitagabend im Stuhrer Rathaus zu einem wahren Genuss.

Grüne Hügel, kristallklare Seen und raue Klippen – für viele ist Irland ein Traumziel. Den – zumindest musikalischen – Zauber der Grünen Insel brachten am Freitagabend „The Henry Girls“ nach Stuhr. Im Rathaus spielten die drei Schwestern Karen, Lorna und Jolene McLaughlin vor ausverkauften Reihen ihre bewährte Mischung aus Blues, Pop und natürlich irischer Folklore. Oder wie die Musikerinnen es selbst bezeichnen: „Irish-American-Folk“.

Schon zum dritten Mal in Stuhr

Das Publikum bot „The Henry Girls“ ein besonders warmes Willkommen, als die Schwestern aus Malin, einem Städtchen auf der Inishowen-Halbinsel in Nord Donegal, die Bühne im Saal des Rathauses betraten. Gleich beim ersten Stück wippten Köpfe und schnipsten Finger im Takt der Melodie mit. Einige der 200 Konzertbesucher waren mit den Liedern der Band bestens bekannt, denn bereits zum dritten Mal traten die Musikerinnen in Stuhr auf. Seit acht Jahren touren sie regelmäßig durch Deutschland, berichtete Karen McLaughlin. Genug Zeit für die Schwestern ihre Deutschkenntnisse zu proben. Und so führten sie charmant mit einer englisch-deutschen Mischung durch ihr Konzert und erklärten die Inspirationen und Geschichten, die hinter den eigenen und gecoverten Songs stecken.

Wunderbarer Harmoniegesang

Das träumerische Lied „Inghinidhe na hÉireann“, erzählten die drei Schwester, benannten sie nach einer irischen Frauenorganisation, die die Revolutionärin Maud Gonne – hierzulande eher als Muse des irischen Dichters William Butler Yates bekannt – um 1900 gründete. Oder das dreistimmige a-cappella-Stück „Here beside me“, das von der malerischen Landschaft um Malin inspiriert wurde.

Besonders machte das Konzert von „The Henry Girls“, dass sie nicht nur typisch irische Tanzmusik spielten, sondern auch mal Ausflüge in die US-amerikanische Blues-Hochzeit der 1920er und 30er Jahre machten und Bessie Smiths „Saint Louis Blues“ neu interpretierten oder mit eigenen Kompositionen wie „Falling in Love again“ oder „Don’t call me honey“ eher an Country-Bands wie die Dixie Chicks erinnerten und das über 200 Jahre alte „The Garden where the praties grow“ von Johnny Patterson mit Popeinflüssen entstaubten.

Neben ihrem wunderbaren Harmoniegesang spielten die drei Schwestern auch ihre Instrumente meisterlich: Während Lorna Akkordeon, Klavier und die typisch irische Flöte, die Tin Whistle, spielte, zeigte Karen an der Fiddle und am Banjo ihr Können und Jolene zupfte versunken an ihrer Harfe.

Ein besonderes Konzert, das nicht nur die Irland-Fans im Publikum restlos begeisterte.


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