Vortrag in Stuhr Wenn die Sommerferien in eine arrangierte Ehe münden

Wie oft kommen geflüchtete Mädchen nach den Sommerferien nicht nach Hause, weil sie zwangsverheiratet wurden? Antworten soll ein Vortrag in Stuhr geben. Symbolfoto: Michael GründelWie oft kommen geflüchtete Mädchen nach den Sommerferien nicht nach Hause, weil sie zwangsverheiratet wurden? Antworten soll ein Vortrag in Stuhr geben. Symbolfoto: Michael Gründel

Stuhr. Geflüchtete stehen vor besonderen Problemen, Fallstricke und Risiken warten auf sie. Da Ehrenamtliche über diese besonderen Notsituationen oft nicht Bescheid wissen, werden sie nun in Stuhr informiert.

„Verbraucherschutz für Geflüchtete“ und „Sommerferien als Risiko“ – zwei ganz unterschiedliche Themen, aber dahinter verbergen sich Fallstricke und Gefahren, mit denen Flüchtlinge und deren Paten immer wieder zu kämpfen haben. Denen nimmt man sich nun in Stuhr-Brinkum an. Am Donnerstag, 5. September, von 18.30 bis 20 Uhr spricht Hagen Ackermann von der „Koordinationsstelle für Migration und Teilhabe im Landkreis Diepholz“ zunächst über Finanzen, wie Girokonten, Kreditkarten und Inkassounternehmen, sowie über den Abschluss von Versicherungen und Kaufverträgen – für Migranten mit geringen Deutschkenntnissen eine ganz besondere Herausforderung.

Wie oft kommen Schülerinnen nach den Sommerferien nicht zurück?

Wenn die Sommerferien in der Heimat in eine arrangierte Ehe münden – darum geht es im zweiten Teil des Vortrages. Wie häufig ist das Phänomen, dass junge Frauen oder Schülerinnen nicht mehr aus dem Urlaub zurückkehren? Was kann man tun? Ackermann informiert über Beratungs- und Hilfseinrichtungen für Betroffene.

Der kostenlose Vortrag findet im Mehr-Generationen-Haus Stuhr-Brinkum, Bremer Straße 9, im Rahmen des Flüchtlings-Patentreffs statt. Dieser bietet an jedem ersten Donnerstag ab 18.30 Uhr eine Plattform zum gegenseitigen Austausch. 


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