5. Highland Games in Stuhr Schottisches Flair lockt Zuschauer an Steller See

Auf den Spuren der Wikinger: Schaukampf im Rahmenprogramm der 5. Highland Games am Steller See. Foto: Dirk HammAuf den Spuren der Wikinger: Schaukampf im Rahmenprogramm der 5. Highland Games am Steller See. Foto: Dirk Hamm

Stuhr. Zum fünften Mal ging es um Kraft und Geschicklichkeit bei den Highland Games am Steller See. Die Veranstaltung hat sich fest etabliert.

Damit hätte Uwe Reiter nicht gerechnet, dass er sich einmal einen Tag lang im Schottenrock in der Öffentlichkeit zeigen würde. Aber: „Wettschulden sind Ehrenschulden“, sagt der Betreiber des Märchencampings am Steller See. Sein Wettpartner Heiko Matz hingegen fühlt sich im Kilt pudelwohl: Er ist Gründer und Vorsitzender des Vereins Highland Games Bremen und hatte vor vier Jahren mit einem skeptischen Reiter die Idee besprochen, auf dessen Campingplatz die so exotisch anmutenden Kraft-Wettbewerbe aus dem schottischen Hochland auszuprobieren.

Dudelsackklänge und Whisky-Genuss

Sowohl Matz als auch Reiter freuen sich nun, dass aus dem Versuchsballon inzwischen ein echtes Highlight im Stuhrer Veranstaltungskalender geworden ist. Die fünfte Austragung der Highland Games am Steller See stieß am Samstag auf großes Zuschauerinteresse. Auch ein TV-Kamerateam war vor Ort, um das ungewöhnliche Treiben zu dokumentieren.

Zu den Amateur-Wettkämpfen hatten sich diesmal mit knapp 50 so viele Zweierteams – darunter auch Vertreterinnen des nur vermeintlich schwachen Geschlechts – wie noch nie gemeldet. Drumherum hat sich inzwischen ein umfangreiches Rahmenprogramm gebildet, das stark an Mittelaltermärkte erinnert. Das besondere schottische Flair wurde dabei unter anderem von live dargebotenen Dudelsackklängen und einem Whisky-Tasting erzeugt. Und die Familie Helmerichs präsentierte ihre Schottischen Hochlandrinder. Am Abend heizten die Rockalots bei der Party nach den Wettkämpfen ein.

Lob für die familiäre Atmosphäre

Kraft alleine reicht nicht aus, um die verschiedenen Disziplinen bei den Highland Games erfolgreich zu absolvieren. Geschicklichkeit ist in mindestens gleichem Maße gefordert, etwa wenn Baumstämme so durch die Luft gewirbelt werden, dass sie möglichst akkurat zu liegen kommen. Diese Erfahrung haben auch Stephan Weiß und Michél Dähnhardt vom Autohaus Höper in Oyten gemacht.

Die beiden haben mit dem kreativen wie passenden Clannamen „McChanic“ zum zweiten Mal an den Highland Games teilgenommen. „Es hat vom ersten Moment an Spaß gemacht. Alles hier ist familiär“, sagt Weiß und bringt damit die Besonderheit der nicht überprofessionalisierten Veranstaltung des Vereins Highland Games Bremen auf den Punkt.


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