Stichwahl am Sonntag Endrunde bei Kampf ums Stuhrer Bürgermeisteramt

Einer von ihnen wird der neue Bürgermeister in Stuhr: Frank Holle (links) und Stephan Korte. Foto: Dirk HammEiner von ihnen wird der neue Bürgermeister in Stuhr: Frank Holle (links) und Stephan Korte. Foto: Dirk Hamm

Stuhr Diesen Sonntag, 16. Juni, gilt es. Dann wird in der Gemeinde Stuhr per Stichwahl der neue Bürgermeister ermittelt. Bis dahin betreiben die zwei Kandidaten ordentlich Wahlkampf.

Zur Wahl stehen der CDU-Kandidat Frank Holle und der Einzelbewerber Stephan Korte, der von SPD und Grünen unterstützt wird. Diese Kandidaten hatten im ersten Durchgang der Bürgermeisterwahl am 26. Mai die meisten Stimmen auf sich versammelt und FDP-Mann André Uzulis aus dem Rennen geworfen. Auf Holle entfielen laut Gemeinde 7412 Stimmen, auf Korte 7567. 155 Stimmen trennen beide also. Der Abstand ist denkbar knapp. Und doch sagt Korte selbstbewusst: „Ich bin der Favorit, schließlich habe ich die meisten Stimmen geholt.“ Doch spricht Korte ebenfalls von einem knappen Ergebnis. Holle bekräftigt unterdessen, dass er „um jede Stimme kämpfen“ will. Wie seine Chancen stehen, mag er sich auf Nachfrage aber nicht ausrechnen. „Leider gibt es für den Stuhrer Bereich kein Umfrageinstitut wie Infratest Dimap“, scherzt er.

Terminkalender bis Sonntag ist voll

Eines haben die beiden Männer aber gemein, die den amtierenden Bürgermeister Niels Thomsen (parteilos) beerben wollen, dessen Amtszeit am 13. Februar 2020 endet: Holle wie Korte haben beide einen vollen Terminkalender, bekräftigen die Kandidaten. Sie verbringen die Tage vor der Stichwahl mit jeder Menge Wahlkampf. Beide hoffen, dass zum Stichwahltermin an diesem Sonntag die Wahlbeteiligung vergleichbar hoch sein wird, wie vor drei Wochen: Im ersten Wahlgang Ende Mai traten beachtliche 63,2 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne. Absolut waren 27920 Männer und Frauen wahlberechtigt.

Briefwahl ist auch noch möglich

Zur Stichwahl sind nun Personen wahlberechtigt, die nach dem 26. Mai 2019 das 16. Lebensjahr vollendet haben und/oder am Wahltag drei Monate lang in Stuhr gemeldet sind, teilt die Gemeinde mit. Wer bereits zur Wahl Ende Mai eine gelbe Wahlbenachrichtigung erhalten hat, für den bleibt diese gültig. „Wer unsicher ist, ob sie/er bei der Stichwahl wahlberechtigt ist, kann sich gerne beim Wahlamt melden“, schreibt die Gemeinde im Vorfeld der Wahl. Auskunft gibt es unter Telefon (0421) 5695109 oder 5695159. Wer lieber per Briefwahl seine Stimme abgeben möchte, der kann bis zum Freitag, 14. Juni, 13 Uhr, die entsprechenden Unterlagen beantragen. „Sobald die Stimmzettel vorliegen, kann auch wieder im Bürgerbüro der Wahlschein beantragt und an Ort und Stelle per Briefwahl gewählt werden“, teilt die Gemeinde mit.

FDP als fairer Verlierer

Die FDP in Stuhr präsentiert sich unterdessen nach dem Ausscheiden ihres Kandidaten als fairer Verlierer: Die Freien Demokraten rufen alle Wahlberechtigten zur Teilnahme an der Bürgermeister-Stichwahl auf.


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