100 Fahrer kontrolliert Mehr als 40 Prozent der Lasterfahrer in Stuhr sind alkoholisiert

Die Polizei hat in Stuhr eine Vielzahl an Lasterfahrern kontrolliert. Einige davon waren um erheblichen Maße alkoholisiert. Symbolfoto: Carsten Rehder/dpaDie Polizei hat in Stuhr eine Vielzahl an Lasterfahrern kontrolliert. Einige davon waren um erheblichen Maße alkoholisiert. Symbolfoto: Carsten Rehder/dpa

Stuhr. Um Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss bei Lastwagenfahrern zu verhindern, hat die Polizei im Landkreis Diepholz auf Stuhrer Gebiet kürzlich eine groß angelegte Kontrolle durchgeführt. Mehr als 40 Prozent der Fahrer hatten Alkohol getrunken.

Alkoholisierte Lastwagenfahrer auf Rastplätzen stellen ein Problem dar. Zu diesem Schluss kommt die Polizeiinspektion Diepholz nach einer groß angelegten Kontrolle mit Schwerpunkt in Gewerbegebieten nahe der Anschlussstellen an die A1 in Brinkum und Groß Mackenstedt. Rund 100 Lasterfahrer wurden dabei auf Alkoholkonsum überprüft. Vereinzelt hatten die Betroffenen Werte über ein und zwei Promille im Blut.

Alkohol unter Lastwagenfahrern soll verhindert werden

Hintergrund der Kontrolle im Stuhrer Gemeindegebiet sind bundesweite polizeiliche Erfahrungen, wonach "eine erhebliche Zahl von Lkw-Fahrern während ihrer Ruhezeit am Wochenende auf Rastplätzen dem Alkohol zuspricht", teilen die Beamten mit. Ziel der Aktion war es, Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zu verhindern. Die Diepholzer Polizei hat an den fünf vergangenen Wochenenden im Rahmen landesweiter Kontrollen am späten Sonntagabend gezielt Fahrer überprüft. Dabei beruhte die Kontrolle der Lasterfahrer auf Freiwilligkeit, teilen die Beamten mit. Die 100 angesprochenen Personen stammten zu zwei Dritteln aus dem EU-Ausland oder aus Nicht-EU-Staaten, in der großen Mehrheit aber aus Osteuropa. Kein einziger verweigerte laut Polizei den Test.

Weiterfahrt wurde zeitweise untersagt

Die Polizei stellte fest, dass 40 Fahrer aus dem EU-Ausland oder aus Nicht-EU-Staaten in unterschiedlichem Maße alkoholisiert waren. Bei den deutschen Fahrern lag der Anteil bei unter zehn Prozent. Nähere Angaben konnte die Polizei Diepholz bislang dazu nicht machen. "Je nach festgestelltem Wert wurde die Weiterfahrt von der Polizei für einen bestimmten Zeitraum untersagt", so die Beamten. "Soweit es überprüft werden konnte, haben sich die Betroffenen daran auch gehalten."


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