Zur Bürgermeisterwahl am 26. Mai Was Sie über Kandidaten, Termine und Briefwahl in Stuhr wissen müssen

Am 26. Mai sind die wahlberechtigten Bürger in Stuhr aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Symbolfoto: Thomas Kienzle/dpaAm 26. Mai sind die wahlberechtigten Bürger in Stuhr aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Symbolfoto: Thomas Kienzle/dpa

Stuhr. Bürger in Stuhr sind am Sonntag, 26. Mai, aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Hier gibt es Infos zum Wahlverfahren, den Kandidaten und der Briefwahl.

Wer wird gewählt?

Gewählt wird der Bürgermeister der Gemeinde Stuhr. Es wird auf alle Fälle einen neuen Verwaltungschef geben, da der derzeitige Amtsinhaber Niels Thomsen im vergangenen Jahr angekündigt hat, sich nicht erneut um den Posten an der Gemeindespitze zu bewerben. Thomsens Amtszeit endet am 13. Februar 2020. Die Amtszeit des Nachfolgers geht bis zum 31. Oktober 2026.

Der Bürgermeister wird nach Angaben der Gemeinde direkt gewählt. Es gewinnt der Bewerber, der mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Falls keiner der Kandidaten diese Stimmenzahl erreicht, findet eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen statt.

Wann findet die Wahl statt?

Der neue Bürgermeister wird am Sonntag, 26. Mai, gewählt. Die Stimmabgabe ist von 8 bis 18 Uhr möglich. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, findet diese am Sonntag, 16. Juni, statt. 

Wer ist der amtierende Bürgermeister in Stuhr?

Zurzeit bekleidet Niels Thomsen (parteilos) das Amt des Bürgermeisters in Stuhr. Thomsen, bis dahin Erster Gemeinderat in Stuhr, ist am 12. Februar 2012 mit knapp 80 Prozent der Stimmen in das Amt gewählt worden. Im August 2018 kündigte er an, nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren. Aufgrund einer Erkrankung Thomsens übt derzeit sein allgemeiner Vertreter, Erster Gemeinderat Ulrich Richter, die Amtsgeschäfte aus, die repräsentativen Aufgaben werden von den stellvertretenden Bürgermeisterinnen Sigrid Rother, Gudrun Klomburg und Kristine Helmerichs wahrgenommen.

Wer kandidiert bei der Bürgermeisterwahl in Stuhr?

Der Wahlausschuss der Gemeinde Stuhr hat am 11. April alle drei eingereichten Wahlvorschläge zugelassen. Zur Wahl treten an, in der Reihenfolge der Nennung auf dem Wahlzettel: Frank Holle (CDU), André Uzulis (FDP) und Stephan Korte (Einzelbewerber, unterstützt von SPD und Grünen).

Frank Holle:

Der 50-Jährige ist seit 2006 Bürgermeister der knapp 11.000 Einwohner zählenden Samtgemeinde Tarmstedt im Landkreis Rotenburg (Wümme). Zuvor war der gebürtige Bremer sieben Jahre lang als Rechtsanwalt tätig. Holle ist im November 2018 von der Stuhrer CDU als erster der Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Stuhr vorgestellt worden.

Tritt für die CDU bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai in Stuhr an: Frank Holle. Foto: Florian Fabozzi


André Uzulis:

Die FDP hat den 54-jährigen André Uzulis als ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominiert. Uzulis, der aus Hannover stammt, ist derzeit Pressesprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag. Nach einem Volontariat und dem Studium der Geschichte, Politik und französischen Literatur schlug er eine journalistische Laufbahn ein. Er wurde unter anderem Chefredakteur des Nordkuriers und Auslandschef der Nachrichtenagentur dapd. Von 2012 bis 2017 war er Pressesprecher des Bistums Trier.

Die FDP hat André Uzulis als Bürgermeisterkandidat in Stuhr nominiert. Foto: FDP


Stephan Korte:

Stephan Korte tritt am 26. Mai als Einzelbewerber an. Der 54-jährige Verwaltungsjurist wird von der SPD und den Grünen in Stuhr unterstützt. Korte ist seit 2009 stellvertretender Abteilungsleiter für Haushalt und Personal bei der Bremer Finanzsenatorin. 2013/14 hat er die Abteilung mit einem Budget von rund 100 Millionen Euro kommissarisch geleitet. Zuvor hat der gebürtige Diepholzer in der bremischen Verwaltung das Referat Beteiligungsmanagement aufgebaut.

Stephan Korte tritt als Einzelbewerber an, er wird von der SPD und den Grünen in Stuhr unterstützt. Foto: Dirk Hamm


Wer ist wahlberechtigt?

Wahlberechtigt sind alle Deutschen oder Staatsangehörigen eines anderen Mitgliedsstaates der EU, sofern sie am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und seit mindestens drei Monaten ihren Wohnsitz in der Gemeinde Stuhr haben. Die Wahlbenachrichtigungskarten mit der Angabe des jeweiligen Wahllokals werden gemäß gesetzlicher Vorgabe bis zum 5. Mai zugestellt.

Wer meint, wahlberechtigt zu sein, aber bis zum 5. Mai keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, sollte sich bis zum 10. Mai bei der Gemeinde Stuhr melden, um zu klären, ob eine Eintragung im Wählerverzeichnis vorliegt. Dieses kann vom 6. bis 10. Mai im Rathaus Stuhr, Raum 109, eingesehen werden.

Wie können Briefwahlunterlagen beantragt werden?

Auf schriftlichen oder mündlichen (jedoch nicht telefonischen) Antrag bei der Gemeinde können Wahlberechtigte ihre Stimme auch per Briefwahl abgeben. Ein Antragsvordruck ist auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung abgedruckt. Briefwahlunterlagen können noch am Freitag, 24. Mai, bis 13 Uhr im Rathaus abgeholt werden. Bei plötzlicher Erkrankung können die Briefwahlunterlagen auch noch am Wahlsonntag bis 15 Uhr im Rathaus beantragt werden.

Wer für eine andere Person Briefwahlunterlagen beantragt, muss eine schriftliche Vollmacht vorlegen. Der Wahlbrief muss am Wahltag bis spätestens 18 Uhr beim Gemeindewahlleiter im Rathaus eingegangen sein.

Was wird am 26. Mai noch gewählt?

Neben der Bürgermeisterwahl in Stuhr findet am Sonntag, 26. Mai, zugleich auch die Europawahl 2019 in Deutschland und die Wahl des Landrats des Landkreises Diepholz statt.


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