Positive Bilanz für Stuhr Kultur Gutsscheune Varrel war 2018 oft Besuchermagnet

Besuchermagnet: Die Gruppe Alpcologne wollten die meisten Besucher von Stuhr Kultur sehen. Foto: Marco JuliusBesuchermagnet: Die Gruppe Alpcologne wollten die meisten Besucher von Stuhr Kultur sehen. Foto: Marco Julius

Stuhr. Stuhr Kultur hat für das vergangene Jahr ein postives Fazit gezogen. Am beliebtesten war tatsdächlich ein Alphorn-Quartett.

Es sind die schon seit Jahren fest verankerten Veranstaltungen, die Stuhr Kultur auch im vergangenen Jahr die besten Besucherzahlen beschert haben. Das Neujahrskonzert der Klassischen Philharmonie etwa zog 459 Besucher an, nur zwei weniger wurden beim Irish Spring Festival registriert. Orchester und Chor der Uni Bremen spielten gar vor 474 Zuschauern, und auch das Stuhr Open Air (461) und die Musical Starlights (406) erwiesen sich als zugkräftig. Diese Zahlen hat jetzt die Stuhrer Kulturkoordinatorin Marjet Melzer-Ahrnken vorgelegt.

Den Vogel schoss demnach ausgerechnet der Auftritt eines Alphorn-Quartetts ab: Die Gruppe Alpcologne trat im August als Stuhrer Beitrag zum Gartenkultur-Musikfestival vor 550 Besuchern auf. Knapp 100 der Gäste verfolgten das Konzert bei geöffneten Toren von außerhalb der Gutsscheune.

Kammerkonzerte weniger beliebt

Bei insgesamt 39 Kulturveranstaltungen im Verantwortungsbereich von Stuhr Kultur ergab sich 2018 eine durchschnittliche Besucherzahl von 205, 19 mehr als im Jahr zuvor, zog Melzer-Ahrnken eine positive Bilanz ihres ersten Jahres als Kulturkoordinatorin. Veranstaltungen mit geringer Resonanz habe sie auslaufen lassen, was sich in der Statistik niederschlug. Enttäuschend sei allerdings der Zuspruch zu den Kammerkonzerten gewesen. So wollten Ksenia Dubrovskaya gerade einmal 39 Besucher hören. Melzer-Ahrnken kündigte für diesen Programmbereich eine Umstrukturierung an.

Kaum Veränderung gab es bei den Kulturterminen für Kinder, die zwölf Veranstaltungen wurden im Schnitt von 154 Gästen besucht, drei weniger als 2017. Großer Ausreißer nach oben war wie gewohnt das Kinderkulturfest im Juni mit 800 Besuchern auf Gut Varrel.

Gerne würde die Koordinatorin noch mehr für junge Leute anbieten, bei der jüngeren Generation tue sich eine Lücke auf. Das ist allerdings nicht so leicht, weiß Marjet Melzer-Ahrnken: Hip-Hop funktioniere im Ratssaal nicht.


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