Rat berät Nachverdichtung Wie Stuhr Raum für mehr Wohnbau schaffen will

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An der Stuhrer Landstraße in Moordeich wird ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus gebaut. Archivfoto: Dirk HammAn der Stuhrer Landstraße in Moordeich wird ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus gebaut. Archivfoto: Dirk Hamm

Stuhr. In Stuhr sollen östlich der Blockener Straße Flächenpotenziale besser ausgenutzt werden. Nicht jedem gefallen die klobigen Häuser, die die Nachverdichtung hervorbringt.

Wenn der Rat der Gemeinde Stuhr heute Abend um 18.30 Uhr in öffentlicher Sitzung zusammentritt, dann geht es wieder einmal auch um das städtebauliche Zauberwort „Nachverdichtung“. Beschlossen werden soll die Neuaufstellung des Bebauungsplans „Tannenstraße“. Die liegt im Ortsteil Alt-Stuhr, unter anderem die Gärtnerei Heinken ist in diesem Gebiet angesiedelt, das von Blockener Straße, Bahntrasse und Stuhrreihe/Stuhrer Landstraße begrenzt wird.

Allerdings wird dieser Betrieb „in absehbarer Zeit eingestellt“, wie aus der Ratsvorlage hervorgeht. Die Gemeinde verfolgt das Planungsziel, dass „das frei werdende Gelände einer Wohnbebauung zugeführt werden soll“. 14 neue Wohneinheiten sollen dort entstehen, hat Urthe Dörr vom Planungsbüro Dörr kürzlich im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt berichtet. Als Investor nannte sie die Plan Projekt GmbH. Allerdings vermochte Dörr nicht zu sagen, ob der Investor einzelne Grundstücke auf den Markt bringe.

Südlich angrenzend an dieses Plangebiet und westlich der Straße Stuhrreihe geht es ebenfalls um Nachverdichtung. Hier steht der Bebauungsplan „Stuhrreihe II“ noch nicht zum Beschluss an, gerade erst hat die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung stattgefunden. Laut den Informationen der Gemeinde Stuhr sollen in einem rund 4000 Quadratmeter großen allgemeinen Wohngebiet anstelle der Werkstatthalle eines ehemaligen Gewerbebetriebes und einiger älterer Häuser, die abgerissen werden, fünf sieben maximal zweigeschossige Wohnhäuser errichtet werden.

In Moordeich ist die Änderung des Bebauungsplans Windhorst vorgesehen. Hier verfolgt die Gemeinde Stuhr laut der Entwurfsbegründung das Ziel, „das zulässige Maß der baulichen Nutzung zu reduzieren“. Je nach vorherrschenden baulichen Strukturen wird eine Begrenzung auf ein oder zwei Vollgeschosse festgesetzt. Lediglich Ratsherr Joachim Döpkens von der Fraktion „Besser“ stimmte im Ausschuss gegen den Bebauungsplanentwurf. Er kritisierte, dass an der Stuhrer Landstraße weiterhin „überdimensionale Fremdkörper“ zulässig seien wie die derzeit an der Ecke Zur Windhorst im Bau befindliche Stadtvilla. Die anderen Fraktionen sprachen sich dafür aus, dass mit modernem Geschosswohnungsbau dringend benötigter Wohnraum geschaffen werde.


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