Jubiläumsfeier Bürgerstiftung Stuhr hat in zehn Jahren sechs "Töchter" geboren

Auf der Jubiläumsfeier der Bürgerstiftung Stuhr am Sonntag, 13. Januar, trat auch der Chor "Kids mit Pfiff" aus Heiligenrode auf. Foto: Vincent BußAuf der Jubiläumsfeier der Bürgerstiftung Stuhr am Sonntag, 13. Januar, trat auch der Chor "Kids mit Pfiff" aus Heiligenrode auf. Foto: Vincent Buß

Stuhr. Die Bürgerstiftung Stuhr ist in zehn Jahren stark gewachsen. Wozu das geführt hat und wie es weitergehen soll, erklärten Vorstandsmitglieder auf der Jubiläumsfeier.

Wenn Ulrike Dunkhase-Niemeyer, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Stuhr, die vergangenen zehn Jahre zusammenfassen soll, fällt sofort ein Wort: Wachstum. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung sechs "Töchter" bekommen, wie Dunkhase-Niemeyer die sozialen Projekte der Stiftung nennt. Das habe natürlich Auswirkungen: "Mittlerweile platzen wir fast aus allen Nähten", sagt das Vorstandsmitglied am Sonntag auf der Jubiläumsfeier im Rathaus Stuhr. "Wir haben fast keine Raumkapazitäten mehr."

Sechs Projekte gehören zur Bürgerstiftung

Die Bürgerstiftung sei nur der Kopf hinter all diesen Projekten, erklärt Hanno Niemeijer, der ebenfalls zum Vorstand gehört. Im Vordergrund stünden die Töchter. Die bekannteste ist wohl das Mehr-Generationen-Haus im Stuhrer Schaumlöffelhaus. Auch um genau dieses zu kaufen, gründete sich die 2009 die Bürgerstiftung.

In den Räumlichkeiten befindet sich auch die Krippe Löffelchen, ein weiteres Projekt der Bürgerstiftung. Die dritte Tochter, der Computertreff Varrel, wohnt hingegen im Gutshaus Varrel. Im Jahr 2011 kam die Freiwilligenagentur Stuhr "Mach mit!" hinzu, die Ehrenamtliche vermittelt. Im Rahmen der Initiative "Fit in der Ausbildung" unterstützt die Bürgerstiftung seit 2014 Jugendliche während ihrer Lehre. Das bislang letzte Kind wurde 2014 geboren: das Mehr-Generationen-Haus Fahrenhorst.

Finanzielle Herausforderungen

Lediglich dort und in der Krippe wirken laut Niemeijer auch hauptberufliche Mitarbeiter. Ansonsten lebten die Projekte durch Ehrenamtliche. Mehr als 100 würden allein im Stuhrer Mehr-Generationen-Haus arbeiten, schätzt Niemeijer.

Die Vielzahl an Projekten zu betreuen, ist laut Dunkhase-Niemeyer auch eine finanzielle Herausforderung. "Wir sind angewiesen auf Sponsoren", erklärt sie. Insbesondere Land und Gemeinde seien wichtig. Zumal die Bürgerstiftung laut den beiden Vorstandsmitgliedern das Schaumlöffelhaus in diesem Jahr teilweise renovieren will.

Auf der Jubiläumsfeier kamen Stifter, Sponsoren, Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie Bürger zusammen. Für Unterhaltung sorgte unter anderem der Chor „Kids mit Pfiff“ aus Heiligenrode.


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