Großes Orchester aus China kommt Bühne in der Gutsscheune Varrel platzt aus allen Nähten

Fernöstlicher Zauber zum Jahr des Schweines: Mit traditionellen Instrumenten des Landes kommt das Suzhou Chinese Orchestra am 17. Januar in die Gutsscheune Varrel. Foto: Peng YuFernöstlicher Zauber zum Jahr des Schweines: Mit traditionellen Instrumenten des Landes kommt das Suzhou Chinese Orchestra am 17. Januar in die Gutsscheune Varrel. Foto: Peng Yu

Varrel. Das Jahr des Schweins steht vor der Tür: Am 17. Januar spielt zum 15. Mal ein Orchester aus dem Reich der Mitte zum Großen Chinesischen Neujahrskonzert auf.

So einen großen Auftrieb hat die altehrwürdige Gutsscheune Varrel wohl selten erlebt. Rund 90 Mitglieder zählt das Suzhou Chinese Orchestra, das am Donnerstag, 17. Januar, 20 Uhr, zum Großen Chinesischen Neujahrskonzert in dem Veranstaltungsort mit dem besonderen Ambiente erwartet wird.

„Das ist eine Herausforderung für den Bühnenbau“, sagt Marjet Melzer-Ahrnken, im Stuhrer Rathaus für die Kultur zuständig. „Wir haben alles an verfügbaren Bühnenteilen zusammengekratzt.“ Mit Kanthölzern müsse sichergestellt werden, dass am Rand der Bühne keiner der Musiker aus dem Reich der Mitte mit dem Stuhl hinunterfällt.

Brüssel, Budapest, St. Petersburg – und Varrel

Ganz ohne Erfahrung ist man in Stuhr jedoch nicht in dieser Hinsicht, zum 15. Mal ist die Gutsscheune Varrel Station auf der Europatournee eines der großen chinesischen Ensembles zu Jahresbeginn. Für die Gäste, die sonst auf dieser Konzertreise im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfests – in diesem Jahr beginnt am 5. Februar das Jahr des Schweins – Säle in Metropolen wie Brüssel, Budapest und St. Petersburg bespielen, ist der Auftritt im beschaulichen Stuhr etwas Außergewöhnliches, sagt Peter Thöle, der den Konzertveranstalter Wu Promotion vertritt: „Das Besondere in Stuhr ist, dass das Publikum so nah am Orchester ist, das gibt es sonst nirgendwo.“

Lyrische Kompositionen versprühen Exotik

Konzertanter als in den Vorjahren sei das Programm angelegt, kündigt Thöle an. Der Fokus liege diesmal nicht auf der Musiktradition der Region, aus der das Gastorchester stammt. An der besonderen Exotik und dem verträumt-lyrischen Charakter, die das Große Chinesische Neujahrskonzert mit seinen traditionellen Instrumenten Jahr für Jahr ausstrahlt, dürfte es aber kaum mangeln. Das versprechen schon die Titel einiger der Kompositionen, die das Orchester spielen wird: „Jasminblüte“, „Der Schmetterlingstraum“, „Lyrische Variationen“ und „Der Mondschein über der zweiten Quelle“.


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