Firmen und Schüler im Gespräch Projekt verhilft per Speeddating zur Ausbildung

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Der Beruf des Mechatronikers ist beim jetzt anlaufenden Projekt „Ausbildung in Stuhr“ sehr gefragt. Symbolfoto: Ole RosenbohmDer Beruf des Mechatronikers ist beim jetzt anlaufenden Projekt „Ausbildung in Stuhr“ sehr gefragt. Symbolfoto: Ole Rosenbohm

Stuhr. Ein neues Ausbildungsprojekt in Stuhr soll Firmen und junge Menschen leichter zusammenführen. Zum ersten Speeddating konnte nicht für jeden Beruf ein Interessent gefunden werden.

Unternehmen, die ausbilden, suchen händeringend nach vielversprechenden Bewerbern, die zu ihnen passen. Angesichts des Nachwuchsmangels in vielen Berufen werden zunehmend auch ungewöhnliche Wege beschritten, um Firmen und junge Leute zusammenzubringen. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten in der Berufsorientierung vom Praktikum bis zur Vorstellung des „Betriebs des Monats“ in der Schule soll es jetzt ein Speeddating von Firmen und Schülern richten.

Pilotprojekt „Ausbildung in Stuhr“

Die Idee dazu ist bei Gesprächen zwischen der Wirtschaftsförderung, der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (ISU), der Brinkumer Interessengemeinschaft (BIG), des Unternehmerinnen-Forums Stuhr (UFO) und der allgemeinbildenden Schulen entstanden. So wurde das Pilotprojekt „Ausbildung in Stuhr“ (AiS) aus der Taufe gehoben, und beim ersten AiS-Tag am Donnerstag, 6. Dezember, sitzen sich in der KGS Stuhr-Brinkum Neunt- und Zehntklässler und Vertreter von Ausbildungsbetrieben gegenüber. Die Schüler können sich bei den viertelstündigen Gesprächen über die jeweilige Firma und die angebotene Berufsausbildung informieren. Der so geknüpfte Kontakt führt im Idealfall später zu einem Ausbildungsverhältnis.

Beruf Mechatroniker ist gefragt

In Vorbereitung auf das laut Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier „niedrigschwellige Angebot“ sind die Unternehmensprofile der 41 teilnehmenden Firmen an die Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs weitergeleitet worden, mithilfe eines Fragebogens konnten dann die passenden Speeddating-Partner zugeordnet werden.

Dabei habe sich herausgestellt, dass für zehn Unternehmen kein junger Gesprächspartner gefunden werden konnte. Für die Ausbildung im Berufsfeld Logistik/Transport, im Bauhauptgewerbe und als Steuerfachangestellte hätten sich keine Interessenten gefunden, berichtet Wimmelmeier. Besonders nachgefragt seien hingegen die Berufe Mechatroniker, Industrie- und Automobilkaufmann.


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