Ehrenamtskarte für vier Stuhrer Engagement nach Feierabend stößt auf Anerkennung

Wertschätzung für das freiwillige Engagement: (v. l.) Gabriele Parke, Elke Waßmann und Viola Dahnken haben die niedersächsische Ehrenamtskarte überreicht bekommen. Der vierte neue Karteninhaber, Ulrich Brauer, war bei der Übergabe im Rathaus Stuhr verhindert.Foto: Dirk HammWertschätzung für das freiwillige Engagement: (v. l.) Gabriele Parke, Elke Waßmann und Viola Dahnken haben die niedersächsische Ehrenamtskarte überreicht bekommen. Der vierte neue Karteninhaber, Ulrich Brauer, war bei der Übergabe im Rathaus Stuhr verhindert.Foto: Dirk Hamm

Stuhr. Es ist scheinbar nur ein Stück Plastik. Für vier Stuhrer bedeutet die mit Vergünstigungen verbundene niedersächsische Ehrenamtskarte aber eine wichtige Wertschätzung ihres freiwilligen Engagements.

Wenn Viola Dahnken von ihrem 40-Stunden-Bürojob nach Hause kommt, wartet oftmals noch weitere Arbeit auf sie. Und das bezieht sich nicht etwa auf den Haushalt, sondern die freiwillig übernommenen Pflichten als Vereinsvorsitzende. „Manchmal nehme ich mir dafür auch einen Tag Urlaub“, sagt die 49-Jährige. Seit neun Jahren hat sie das Spitzenamt beim Heimatverein Heiligenrode inne. Samstagstrupp, Backtage, Ferienspaß, Erntefest und so einiges mehr: Gemeinsam mit dem gesamten Vorstandsteam gibt es immer viel zu tun und zu organisieren, um den Ort voranzubringen.

Stuhr beteiligt sich seit 2017

Am Donnerstagnachmittag durfte Dahnken für ihren freiwilligen Einsatz eine besondere Anerkennung entgegennehmen: Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen überreichte ihr und drei weiteren Stuhrern im Rathaus die niedersächsische Ehrenamtskarte. Die niedersachsenweit und in Bremen mit Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen und im Kultur- und Freizeitbereich verbundene Karte ist im März 2017 von der Gemeinde Stuhr übernommen worden.

Mindestens 250 Stunden im Jahr aktiv

Bei der vierten Ausgaberunde erfüllten neben Viola Dahnken auch zwei Mitstreiter im Vorstand des Heimatvereins Heiligenrode, Ulrich Brauer und Elke Waßmann, sowie Gabriele Parke von der Freiwilligenagentur Stuhr „Mach mit!“ die Voraussetzungen. Der Antragsteller muss eine gemeinwohlorientierte Tätigkeit ohne Bezahlung von mindestens fünf Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr seit wenigstens drei Jahren ausüben.

„Schön, die Karte zu besitzen“

Wo es für sie künftig überall Ermäßigungen oder gar freien Eintritt gibt, darüber wissen die frisch gebackenen Karteninhaber noch gar nicht genau Bescheid. „Aber es ist schön, sie zu besitzen“, sagt Gabriele Parke, und die anderen pflichten ihr bei. Im Vordergrund stehe die Anerkennung und die Wertschätzung, die mit der Karte verbunden sind.

Sprechstunde in der Freiwilligenagentur

Parke betreibt die im Mehr-Generationen-Haus in Brinkum angesiedelte Freiwilligenagentur als Teil eines Dreier-Teams seit 2015. In der zweimal wöchentlich angebotenen Sprechstunde hilft sie Vereinen und Organisationen auf der einen und Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, auf der anderen Seite, zusammenzukommen. Meist 50 Jahre aufwärts und überwiegend weiblich seien die Interessenten, hat Parke festgestellt. „Die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, und dann fehlt etwas, man möchte die frei gewordene Zeit ausfüllen“, so beschreibt die 65-Jährige die Motivation vieler, die sich an die Freiwilligenagentur wenden.


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