Höhere Dämme in Planung Teile Stuhrs wären bei Hochwasser wie 1998 ungeschützt

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Ein erneutes Jahrhunderthochwasser wie 1998 würde einige Teile Stuhrs schwer treffen. Symbolfoto: Silas Stein/dpaEin erneutes Jahrhunderthochwasser wie 1998 würde einige Teile Stuhrs schwer treffen. Symbolfoto: Silas Stein/dpa

Stuhr. Bei einem neuen Jahrhunderthochwasser würden Teile Stuhrs wieder absaufen. Höhere Dämme entlang des Klosterbachs sind in Planung.

20 Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser, das am 30. Oktober 1998 auch große Teile von Moordeich und Alt-Stuhr überflutete, ist die Gemeinde bei einem ähnlichen Ereignis „völlig ungeschützt“. Darauf weist die IG Hochwasserschutz in Stuhr hin. Der Verein war 1998 nach der großen Flut gegründet worden.

„Umgestaltung des Klosterbachs entscheidend“

Um ausreichenden Schutz auch bei einem sogenannten Jahrhundertereignis zu gewährleisten, ist laut dem Vorsitzenden der IG, Joachim Döpkens, die „Umgestaltung des Klosterbachs/Varreler Bäke entscheidend“. Damit verbunden sei auch die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten am Klosterbach.

Noch kein Planfestsellungsbeschluss

Nach 1998 ist zwar in Gesprächen mit der Gemeinde, der Politik und dem Ochtumverband die Notwendigkeit einer Hochwasserschutzplanung in den Vordergrund gerückt worden. Die Planung konkreter Projekte kommt aber zur großen Enttäuschung der IG Hochwasserschutz zu langsam voran. Döpkens beklagt, „dass es bisher noch nicht einmal einen Planfeststellungsbeschluss gegeben hat“.

Hürde soll 2019 genommen werden

Das soll sich nach dem Willen der Gemeindeverwaltung aber im kommenden Jahr ändern. Nach Auskunft von Benno Arens vom Fachdienst Hoch-, Tief- und Landschaftsbau ist vom Ingenieurbüro IDN ein „Gesamtpaket“ von erforderlichen Schutzmaßnahmen erstellt und alles bereits „durchgeplant“ worden. Planer, Gemeinde, Landkreis und Ochtumverband wollen sich demnach noch in diesem Jahr zusammensetzen, um das Planfeststellungsverfahren sauber auf den Weg zu bringen. Der Planfeststellungsbeschluss könnte dann noch vor Ablauf des Jahres 2019 erfolgen.

Dämme sollen erhöht und verlegt werden

Nach Angaben von IDN sollen erhöhte und rückverlegte Dämme am Klosterbach/Varreler Bäke den schadlosen Abfluss der Wassermassen bei einem Jahrhunderthochwasser sichern. Vorgesehen sind zudem feste Schutzwände in eng bebauten Bereichen und zwei Schöpfwerke in Varrel.


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