Machbarkeit wird geprüft Keiner lacht mehr über Idee eines Hallenbads in Stuhr

Meine Nachrichten

Um das Thema Stuhr Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Stuhrer könnten künftig in ihrer eigenen Gemeinde im Hallenbad ihre Bahnen ziehen. Der Rat hat einstimmig für eine Machbarkeitsstudie votiert. Symbolfoto: Michael GründelDie Stuhrer könnten künftig in ihrer eigenen Gemeinde im Hallenbad ihre Bahnen ziehen. Der Rat hat einstimmig für eine Machbarkeitsstudie votiert. Symbolfoto: Michael Gründel

Stuhr. Die Gemeinde Stuhr lässt prüfen, ob Bau und Betrieb eines Hallenbads machbar sind. Der Rat nahm den Grünen-Antrag einstimmig an.

Die Gemeinde Stuhr ist auf dem weiten Weg zu einem eigenen Hallenbad ein Stück vorangekommen. Zwar ist noch nicht entschieden worden, ob eine solche Freizeit- und Sportstätte in Stuhr überhaupt entstehen soll. Allerdings hat der Rat der Gemeinde jetzt einstimmig beschlossen, eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung und zum Betrieb eines Hallenbades erstellen zu lassen. Die Grünen hatten dazu, wie berichtet, die Initiative ergriffen.

Badeunfälle haben Sorgen geweckt

Fraktionschefin Kristine Helmerichs begründete den Vorstoß der Grünen noch einmal vor dem Hintergrund zahlreicher Badeunfälle in diesem Sommer mit der Zielsetzung, dass alle Schüler wenigstens das Schwimmabzeichen in Bronze erlangen. Um langen Anfahrten zu Bädern im Umland oder gar dem Ausfall des Schwimmunterrichts bei Schwimmbadschließung oder -sanierung zu entgehen, müsse die Gemeinde Stuhr künftig über ein eigenes Hallenbad verfügen.

FDP will Finanzen im Blick behalten

Alle anderen Fraktionen schlossen sich der Forderung nach einer Machbarkeitsstudie an. Für die FDP gab Jan-Alfred Meyer-Diekena zugleich zu bedenken, dass die Gemeinde vieles andere zu finanzieren habe und vermieden werden solle, dass am Ende wieder die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer angehoben werden müssten.

„Besser“ sieht sich bestätigt

Gerd-Wilhelm Bode, Vorsitzender der Fraktion „Besser“, erinnerte daran, dass in der Vergangenheit jeder, der nur das Wort Schwimmbad im Zusammenhang mit Stuhr erwähnt habe, „verlacht und verspottet“ worden sei. Bode machte im Vorgriff auf die Machbarkeitsstudie schon einmal seine eigene Rechnung auf, basierend auf ähnlichen Studien für andere Kommunen, die im Internet einsehbar seien. Demnach müsste Stuhr einen Zuschuss von etwa 200.000 Euro zum Betrieb des Bades stemmen. Je nach Bauweise lasse sich der Zuschuss aber bis auf Null herunterfahren.

Thomsen: „Gut investiertes Geld“

In der Machbarkeitsstudie, die Bürgermeister Niels Thomsen als „gut investiertes Geld“ bezeichnete, sollen verschiedene Ausstattungsvarianten mit Wettkampfbahnen, Lehrschwimmbecken und Sprungturm geprüft werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN