Güterverkehr ab 2019 wieder möglich Bahntrasse zwischen Stuhrbaum und Leeste wird erneuert

Meine Nachrichten

Um das Thema Stuhr Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zwischen Stuhrbaum und Leeste werden die Gleise der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn instand gesetzt. Symbolfoto: Holger Hollemann/dpaZwischen Stuhrbaum und Leeste werden die Gleise der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn instand gesetzt. Symbolfoto: Holger Hollemann/dpa

Stuhr. Zwischen Stuhrbaum und Leeste ist seit 2015 kein Zug mehr gerollt. Jetzt werden die Gleise der Nebenbahn instand gesetzt, ab 2019 soll wieder Güterverkehr möglich sein.

Noch steht es in den Sternen, wann die Waggons der Straßenbahn-Linie 8 erstmals über Huchting hinaus über die Gleise der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn (BTE) in Richtung Weyhe-Leeste rollen werden. Klar ist aber schon jetzt, dass die in die Jahre gekommene Bahntrasse im Bereich zwischen dem Gewerbegebiet Stuhrbaum und Leeste bald wieder für den Güterverkehr und die Museumseisenbahn „Pingelheini“ nutzbar sein soll. Zu diesem Zweck werden derzeit in Teilabschnitten von insgesamt vier Kilometern die Gleise erneuert.

Güterzüge letztmals 2015 gerollt

Nach Angaben von BTE-Geschäftsführer Andreas Bobka werden die Arbeiten voraussichtlich im März 2019 abgeschlossen sein. „Ziel der Arbeiten ist es, den Güterverkehr auf dem Streckenabschnitt wieder zu ermöglichen“, erklärt Bobka. Laut dem Geschäftsführer sind im Jahr 2015 letztmals Züge auf diesem BTE-Streckenabschnitt gerollt. Stillgelegt worden sei die Trasse zwar nicht. Aber aus Sicherheitsgründen hätten Geschwindigkeit und zulässige Achslast reduziert werden müssen. Die Folge: De facto war Güterverkehr auf dieser Strecke nicht mehr möglich.

Dass jetzt kräftig in die Gleiserneuerung investiert wird – mit einer Investitionssumme laut Bobka von 1,6 Millionen Euro –, ist durch das Anzapfen diverser Fördertöpfe möglich geworden. Diese Mittel stammen vom Bund und der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen.

Sanierung losgelöst von Thema Linie 8

Für Firmen, die direkt am Schienenstrang liegen oder zum Verladen von Waren nur eine kurze Strecke per Lastwagen überbrücken müssten, könnte die Wiederbelebung des Güterverkehrs ab Stuhrbaum in Richtung des Anschlusses an die Strecken der Deutschen Bahn in Kirchweyhe eine attraktive Alternative zum Transport auf der Straße bedeuten. „Wir haben in den vergangenen Monaten einige Gespräche geführt“, sagt Andreas Bobka, ohne aber konkrete Ergebnisse zu verkünden. Bobka betont zugleich, dass die Ertüchtigung der BTE-Bahntrasse losgelöst von der erhofften Nutzung der Strecke durch eine erweiterte Linie 8 zu betrachten sei.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN