Zollhausboys spielen in Stuhr Attacke gegen das Fremdeln auf der Rathausbühne

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Die „Zollhausboys“ spielen am 22. September im Rathaus Stuhr. Vier der Mitglieder stammen aus dem durch den Bürgerkrieg verwüsteten Syrien. Foto: Uwe JöstingmeierDie „Zollhausboys“ spielen am 22. September im Rathaus Stuhr. Vier der Mitglieder stammen aus dem durch den Bürgerkrieg verwüsteten Syrien. Foto: Uwe Jöstingmeier

Stuhr. Eine „Attacke gegen Rechtspopulismus und gegen das Fremdeln“ soll das Programm der Zollhausboys sein. Die vier geflüchteten Syrer und zwei Deutsche stehen bald auf der Bühne im Rathaus Stuhr.

„Vielleicht das Beste, was es zur Zeit auf der Bühne zum Thema Flucht, Heimat und Fremdheit zu sehen und zu hören gibt“, das kommt in Stuhr auf die Rathausbühne. So kündigen sich die Künstler selbstbewusst an. Zumindest haben sie einen interessanten Hintergrund. Spielen werden die sechs Männer am Samstag, 22. September.

Künstler wollen Fluchterfahrung nacherlebbar machen

Die Zollhausboys sind eine Gruppe von vier jungen syrischen „Bremer Neubürgern“, die gemeinsam mit Pago Balke und Gerhard Stengert ein musikalisches Programm erarbeitet haben. Themen wie Flucht, Heimat und Fremdheit werden „in berührender und satirischer Weise auf die Bühne gebracht“, so kündigt die Gemeinde Stuhr die Gruppe an. Die Künstler haben Erfahrungen, die sie auf der Bühne nacherlebbar machen wollen: Die Songs und Szenen beruhen teilweise auf biografischen Erlebnissen der Geflüchteten und sind zugleich „eine kulturelle Attacke gegen den Rechtspopulismus und gegen das Fremdeln gegenüber den Menschen, die hier gelandet und gestrandet sind“, sagen sie.

Brücken zwischen den Menschen

Die Syrer auf der Bühne – Azad Kour, Ismaeel Foustok, Shvan Sheikho und Delyar Hamza – stammen aus Aleppo und Kobané. Beide Orte sind bekannt durch die todbringenden Schlachten, die während des Bürgerkrieges wüteten. Die Musiker wollen mit Musik und Theater Brücken zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen schlagen und dazu beitragen, „dass aus der ,Willkommenskultur‘ keine ,Wokommenwirdenndahin-Kultur‘ wird“.

Das Programm beginnt am 22. September um 20 Uhr. Karten gibt es für 15 bzw. 12 Euro im Bürgerbüro Stuhr.


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