Tankstation auf Autohof eröffnet In Stuhr kann jetzt Wasserstoff getankt werden

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Bürgermeister Niels Thomsen probiert es gleich einmal aus: Auf dem Autohof in Groß Mackenstedt kann jetzt auch Wasserstoff getankt werden. Foto: Dirk HammBürgermeister Niels Thomsen probiert es gleich einmal aus: Auf dem Autohof in Groß Mackenstedt kann jetzt auch Wasserstoff getankt werden. Foto: Dirk Hamm

Groß Mackenstedt. Der Autohof Groß Mackenstedt ist jetzt Teil des entstehenden Netzes von Wasserstoff-Tankstellen. Noch fahren nur 400 Autos mit dieser Technologie in Deutschland.

Erst die zweite Wasserstoff-Tankstelle in Niedersachsen ist eröffnet worden, und sie steht in Stuhr. Entsprechend groß war am Freitagmittag der Rummel rund um die Eröffnung auf dem Shell-Autohof nahe dem Autobahndreieck Stuhr in Groß Mackenstedt.

Unter anderem Shell-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Zengerly, der niedersächsische Umweltstaatssekretär Frank Doods und Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen waren gekommen. Sie betonten den Pioniercharakter der neuen Wasserstoff-Station für die fast völlig emissionsfreie, aber noch kaum auf den Straßen verwendete Brennstoffzellen-Technologie.

EU fördert Wasserstoff-Tankstellen

Zwischen einer und 1,4 Millionen Euro investiert das aus sechs Unternehmen, darunter drei Mineralölkonzerne und der Autobauer Daimler, gebildete Konsortium H2 Mobility pro Wasserstoff-Tankstelle, informierte Kommunikationsmanagerin Sybille Riepe. Ein Großteil der Kosten werde durch ein EU-Förderprogramm abgedeckt. Bis 2019 soll ein bundesweites Netz von 100 Tankstationen für Brennstoffzellen-Fahrzeuge aufgebaut sein.

Die wenigen bereits auf dem Markt befindlichen Modelle besitzen laut Informationen von H2 Mobility eine Reichweite von 500 bis 800 Kilometer. Der Tankvorgang sei unkompliziert und dauere drei bis fünf Minuten. Die Anlage in Groß Mackenstedt fasst rund 170 Kilogramm Wasserstoff, womit 30 bis 40 Fahrzeuge pro Tag betankt werden können.

Langer Atem gefordert

Dem Einwand, dass derzeit in ganz Deutschland nur 400 Brennstoffzellen-Fahrzeuge angemeldet sind, begegneten die Vertreter von H2 Mobility mit dem Argument, dass mit dem Aufbau einer verlässlichen Versorgungs-Infrastruktur nicht gewartet werden könne, bis die Hersteller diese Technologie forcieren. Zengerly: „Wir müssen einen langen Atem beweisen.“


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