Betreiber muss Einbußen verkraften Staus auf der A1 in Stuhr halten Gäste vom Autohof fern

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Die regelmäßigen Staus auf der A1 verhageln Autohof-Betreiber Volker Robens das Geschäft. In der Rastanlage in Groß Mackenstedt ist die Zahl der Kunden um rund 20 Prozent zurückgegangen. Archivfoto: Ingo Wagner/dpaDie regelmäßigen Staus auf der A1 verhageln Autohof-Betreiber Volker Robens das Geschäft. In der Rastanlage in Groß Mackenstedt ist die Zahl der Kunden um rund 20 Prozent zurückgegangen. Archivfoto: Ingo Wagner/dpa

Groß Mackenstedt. Die vielen Staus auf der A1 kosten den Betreiber des Autohofs in Groß Mackenstedt viele Kunden. Trotz der Einbußen lässt er den Kopf nicht hängen.

Die Dauerbaustelle und die täglichen Staus auf der A1 zwischen Brinkum und dem Dreieck Stuhr zerren gehörig an den Nerven der Autofahrer. Volker Robens bewahrt dennoch die Ruhe, zumindest äußerlich: „Ich habe gelernt, mich nicht über etwas aufzuregen, das ich nicht ändern kann.“ Dabei ist Robens von den Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn besonders betroffen: Der Betreiber des Shell-Autohofs Groß Mackenstedt verzeichnet nach eigenen Angaben seit Monaten Umsatzeinbußen von rund 20 Prozent.

Keine Lust auf Rast nach Stau

Den Hauptgrund für das Fernbleiben eines Teils der Kunden kann er durchaus nachvollziehen: „Niemand hat Lust auf eine Rast, wenn er schon eine Stunde im Stau gestanden hat.“ Lediglich 20 Prozent seiner Kunden kommen aus der näheren Umgebung, rechnet Robens vor. Die restlichen 80 Prozent seien Lastwagenfahrer und Urlauber auf der Durchreise.

Gerade in den Monaten Juli und August machten die Urlauber einen Großteil der Gäste im Autohof-Restaurant an der Moordeicher Landstraße aus. Der Rückstau der „Brummis“ verhindere aber immer wieder, dass Autofahrer die Autobahn rechtzeitig verlassen können. Dazu komme die seit Juli andauernde Sperrung der Auffahrt von der A28 auf die A1 in Richtung Osnabrück.

13 Prozent Rabatt im Restaurant

Trotz dieser Widrigkeiten seien die mehr als 100 Lkw-Stellplätze des Autohofs in den Abend- und Nachtstunden „gut ausgelastet“. Schließlich müssten die Fernfahrer ihre vorgeschriebenen Pausen einhalten. Vor allem Fahrer aus Osteuropa fänden so abends den Weg zum Autohof.

„Ich mache hier zurzeit ein Minus“, macht Volker Robens, der den Autohof am Dreieck Stuhr seit 2015 betreibt, unmissverständlich klar. Dennoch kommt Resignation für ihn nicht infrage. Denn in seinem zweiten Autohof, an der A27 in Bremerhaven, liefen die Geschäfte gut. Ohne dieses Polster, so Robens, wäre es „unmöglich, die Situation in Groß Mackenstedt zu überstehen“. Hier setzt er im Werben um Gäste auf neue Aktionen: Unter dem Motto „Jetzt schlägt’s 13“ gewährt er zwischen 11 und 15 Uhr 13 Prozent Rabatt auf die Speisen im Restaurant. Und schon zwischen 4 und 5 Uhr gibt es die ersten frischen Brötchen für die Lasterfahrer, die früh losfahren, um dem Stau zu entgehen.


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