Reaktion auf sinkende Fahrgast-Zahl Anruf-Sammel-Taxi in Stuhr fährt eingeschränkt weiter

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Anruf-Sammel-Taxis ergänzen in Stuhr auch weiterhin den Linienverkehr, obwohl die Fahrgast-Zahl sinkt. Symbolfoto: Holger Hollemann/ dpaAnruf-Sammel-Taxis ergänzen in Stuhr auch weiterhin den Linienverkehr, obwohl die Fahrgast-Zahl sinkt. Symbolfoto: Holger Hollemann/ dpa

Stuhr. Obwohl immer weniger Stuhrer das Anruf-Sammel-Taxi (AST) nutzen, möchte die Gemeinde die Ergänzung zum Bus-Linienverkehr erhalten. Allerdings fährt das AST ab September nur noch zwischen 9 und 17 Uhr, statt zwischen 6 und 20 Uhr.

Das AST soll den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiter ergänzen, da es für einzelne Bürger in ländlichen Gemeindeteilen „die einzige Möglichkeit der Mobilität“ darstelle, erklärt der zuständige Fachbereichsleiter Hartmut Martens. Telefonisch bestellbar ist das geteilte Taxi dort, wo keine Busanbindung besteht oder die nächste Haltestelle zu weit weg ist. Es steuert 55 Abfahrtsstellen in Stuhr an sowie das Roland-Center in Huchting.

Bessere Buslinien entlasten AST

Dass die AST-Nutzerzahlen stark rückläufig sind, führt die Gemeinde auf Verbesserungen des ÖPNV zurück, etwa durch die Grönemeyer-Linie 113 vom Roland-Center über Varrel nach Heiligenrode oder die Linie 55 zwischen Roland-Center und Brinkum. Wer in unmittelbarer Nähe einer der Linienbushaltestellen wohnt und sein Ziel per Bus erreichen kann, darf das AST nicht nutzen. Alle anderen können bis spätestens 60 Minuten vor Fahrtbeginn die Rufnummer (0421)808687 wählen und ein Sammeltaxi ordern.

3000 bis 5000 Euro Zuschüsse im Jahr

Die Fahrgäste zahlen zwischen 1,20 Euro (Kurzstrecke) und 7,20 Euro (Roland-Center) pro Fahrt, darüber hinausgehende Kosten bezuschusst die Gemeinde, je nach Nachfrage, mit 3000 bis 5000 Euro jährlich. AST-Kooperationspartner der Gemeinde Stuhr ist für die nächsten vier Jahre das VBN-Mitgliedsunternehmen VDN (Verkehrsbetriebe Diepholz Nord), das wiederum das Brinkumer Taxi-Unternehmen Schweers mit den Fahrten beauftragt.

Haltestelle Waldblick fällt weg

Bei den AST-Haltestellen gibt es nur eine Veränderung. In Fahrenhorst ersetzt die Haltestelle Zum Hombach den Einstiegspunkt Waldblick, weil die Straßenbaubehörde den dortigen Parkstreifen an der B51 durch einen Grünstreifen ersetzt. Näher informiert Gemeinde-Mitarbeiterin Heide Hettler unter Telefon (0421)5695-130.


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