Ausdehnung westlich des Ochtum Parks Neues Gewerbegebiet in Brinkum-Nord in Planung

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Die Nähe zur Radaranlage des Bremer Flughafens führt zu Bedenken dert Flugsicherung gegen die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets Brinkum-Nord. Foto: Dirk HammDie Nähe zur Radaranlage des Bremer Flughafens führt zu Bedenken dert Flugsicherung gegen die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets Brinkum-Nord. Foto: Dirk Hamm

Brinkum. Das Gewerbegebiet Brinkum-Nord soll erweitert werden. Westlich der Bergiusstraße könnte so eine Stuhrer Maschinenbaufirma ihre Vergrößerungspläne verwirklichen.

Die Mitglieder des Rates der Gemeinde Stuhr entscheiden in der Sitzung am Mittwoch, 22. August, über die Westerweiterung des Gewerbegebiets Brinkum-Nord. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt hat sich bereits einstimmig dafür ausgesprochen, den für das Gebiet westlich der Bergiusstraße bestehenden und eine landwirtschaftliche Nutzung festlegenden Bebauungsplan zu ändern. Der öffentliche Teil der Ratssitzung beginnt um 18.30 Uhr im Ratssaal an der Blockener Straße.

Stuhrer Firma plant Umzug an Bergiusstraße

Anstelle landwirtschaftlicher Flächen soll das rund 2,7 Hektar große, westlich an das Outlet-Center Ochtum Park angrenzende Grundstück als Gewerbegebiet entwickelt werden. Konkreter Anlass ist nach Angaben der Gemeinde „das Ansiedlungsvorhaben einer Maschinenbaufirma, die nach jetzigem Stand die gesamte Fläche benötigt“. Wie der für die Stadtplanung zuständige Fachdienstleiter Christian Strauß bereits zu einem früheren Zeitpunkt erläutert hatte, ist der Angebots-Bebauungsplan auf die Erfordernisse eines Stuhrer Unternehmens zugeschnitten, das zwecks Erweiterung komplett an die Bergiusstraße umziehen möchte. Den Namen der Firma nannte Strauß nicht.

Bedenken der Deutschen Flugsicherung

Im Zuge der abgeschlossenen Öffentlichkeitsbeteiligung sind von der Deutschen Flugsicherung (DFS) massive Bedenken gegen die Planungen für das in unmittelbarer Nähe des Bremer Flughafens gelegene Areal vorgebracht worden. Die DFS empfiehlt in ihrer Stellungnahme, „das Gewerbegebiet nicht auszuweisen“. Als Begründung führt die Flugsicherung ins Feld, dass das Plangebiet innerhalb eines 600-Meter-Schutzbereiches rund um die Radaranlage des Flughafens liege. „Die zukünftig zu bauenden Gewerbegebäude können unsere Radaranlage erheblich stören. Insbesondere in der Bauzeit der Gebäude kann es durch die Kräne zu nicht mehr tolerierbaren Störungen kommen“, heißt es in dem Schreiben der DFS.

Verwaltung sieht kein unüberwindbares Hindernis

Aus Sicht der Stuhrer Verwaltung stellt die Nähe des zukünftigen Gewerbegebietes zum Flughafen jedoch kein unüberwindbares Problem dar. Bei den zu errichtenden Industriegebäuden müssten laut Beschlussempfehlung Vorgaben für Dämpfungsmaßnahmen, wie sie in einem vorgelegten Gutachten spezifiziert worden sind, berücksichtigt werden.


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