Phoenix-Apotheke droht das Aus Stuhrer Apotheker sucht händeringend Nachfolger

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Mit 67 noch jeden Tag bei der Arbeit: Apotheker Matthias Pietzner hofft, doch noch einen Interessenten für die Phoenix-Apotheke zu finden. Ansonsten ist zum Jahresende Schluss. Foto: Dirk HammMit 67 noch jeden Tag bei der Arbeit: Apotheker Matthias Pietzner hofft, doch noch einen Interessenten für die Phoenix-Apotheke zu finden. Ansonsten ist zum Jahresende Schluss. Foto: Dirk Hamm

Stuhr. Der Phoenix-Apotheke in Alt-Stuhr droht das Aus. Der 67-jährige Inhaber hat trotz langer Suche noch keinen Nachfolger gefunden.

Eigentlich wollte er schon längst im Ruhestand sein. Doch Matthias Pietzner steht noch immer Tag für Tag hinter dem Tresen seiner Apotheke an der Blockener Straße in Alt-Stuhr. Zum Ende des Jahres soll aber endlich das wohlverdiente Rentnerdasein beginnen. Findet der 67-Jährige bis dahin keinen Nachfolger, wird die Pharmazie nach 22 Jahren geschlossen.

Ein Schlag für die Nahversorgung

Eine von zehn Stuhrer Apotheken würde somit fehlen, ein Umkreis mit rund 4500 Einwohnern wäre nicht mehr wohnortnah mit Medikamenten und Heilmitteln versorgt. Auch das Seniorenheim an der Pablo-Picasso-Straße und die Wohnanlage mit betreutem Wohnen an der Straße Am Rathaus wären betroffen. Eine mögliche Situation, die auch Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier Sorge bereitet: „Wir haben als Gemeinde ein großes Interesse daran, dass die Infrastruktur in allen Ortsteilen erhalten bleibt.“

Bewerber sprangen ab

67 Jahre ist Matthias Pietzner alt. Bis Ende des Jahres will er auf alle Fälle noch weitermachen. Drei Jahre lang hat er sich um Interessenten für eine Übernahme seiner Apotheke bemüht, ohne Erfolg. Konkrete Gespräche mit drei Bewerbern habe er geführt, zu einem Abschluss sei es aus unterschiedlichen Gründen nicht gekommen.

Treuer Kundenstamm

Bedenken gegen die Tragfähigkeit einer Apotheke am Standort Blockener Straße, Ecke Moselstraße, wird Pietzner nicht müde, zu zerstreuen. So weist er etwa darauf hin, dass er auf einen treuen Kundenstamm zählen könne, der das persönliche Gespräch schätze. Die Schließung der Allgemeinpraxis mit zwei Ärzten habe den Umsatz kaum geschmälert, und in der Nähe werde in etwa zwei Jahren eine neue Praxis mit drei Ärzten eröffnet. Post und Bäckerei seien in unmittelbarer Nachbarschaft.

Apotheker hegt wenig Optimismus

„Es ist preisgünstiger, eine bestehende Apotheke zu übernehmen, als eine neue zu gründen“, gibt der 67-Jährige außerdem zu bedenken. Besonders optimistisch sei er zwar nicht, sagt Pietzner – die Hoffnung gibt er dennoch nicht ganz auf: Wer sich bei Interesse mit ihm in Verbindung setzen möchte, erreicht den Apotheker unter (0421) 5659242.


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