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Amtszeit bis 2020 Thomsen kandidiert nicht erneut als Stuhrer Bürgermeister

Von Jan Eric Fiedler

Kandidiert nicht erneut: Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen. Foto: Gemeinde StuhrKandidiert nicht erneut: Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen. Foto: Gemeinde Stuhr

Stuhr. Niels Thomsen wird nicht für eine weitere Amtszeit als Stuhrer Bürgermeister kandidieren. Das gab er am Donnerstagmorgen in einer Mittelung bekannt.

Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen hat für einen Paukenschlag gesorgt: Der Rathauschef steht für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung. „Am 13. Februar 2020 endet meine Wahlzeit als Bürgermeister der Gemeinde Stuhr. Für das Amt werde ich nicht erneut kandidieren“, teilte Thomsen am Donnerstagmorgen mit.

Überraschung und Bedauern

Bereits am Vortag hatte Thomsen die Spitzenvertreter der Ratsfraktionen im Verwaltungsausschuss über seine persönliche Entscheidung informiert. Der Schritt des parteilosen Amtsinhabers wurde mit Überraschung und überwiegend mit Bedauern aufgenommen. „Wir hätten gerne noch eine weitere Wahlperiode mit ihm zusammengearbeitet“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Schröder gegenüber dem dk. „Es ist schade“, lautete der knappe Kommentar von SPD-Fraktionschefin Susanne Cohrs. „Es ist ein bisschen schade, schlecht hat er es nicht gemacht“, meinte Dr. Gerd-Wilhelm Bode, der die Fraktion des Vereins „Besser“ leitet. FDP-Ratsherr Jürgen Timm sprach dagegen von einem „normalen Vorgang“.

„Bleibe engagierter Bürgermeister“

Gründe für den Verzicht auf eine weitere Kandidatur als Bürgermeister nannte Thomsen auch auf Nachfrage nicht. Er habe „keine anderen beruflichen Pläne“, einen neuen Karriereschritt strebe er nicht an, sagte der 56-Jährige. Zugleich betonte er, den Rest seiner Amtszeit mit vollem Einsatz ableisten zu wollen: „Ich arbeite sehr gern in meinem Beruf und werde in den kommenden 18 Monaten ein engagierter Bürgermeister bleiben.“ Seine Entscheidung, 2020 aufzuhören, habe er zu einem frühen Zeitpunkt bekannt gegeben, damit die Parteien und Fraktionen sich ausreichend lange auf die Neuwahl eines Nachfolgers vorbereiten können.

Nachfolge in Ruhe beraten

Damit rücken jetzt zwei Fragen in den Vordergrund: Wer soll den aus Schleswig-Holstein stammenden Stuhrer Verwaltungschef beerben, und wann soll die Neuwahl erfolgen? So kurz nach der Bekanntgabe des Kandidaturverzichts sahen sich die Parteivertreter am Donnerstag noch nicht in der Lage, dazu verbindliche Aussagen zu treffen. „Wir wollen in aller Ruhe und Vernunft über die Nachfolge beraten“, kündigte Frank Schröder an. Es gehe darum, dass der Nachfolger oder die Nachfolgerin die Gemeinde Stuhr wie Niels Thomsen „auf Kurs“ halte.

Als Wahltermin sei der 23. Mai 2019 denkbar, wenn die Bürger auch zur Europa- und Landratswahl aufgerufen sind. In dieser Frage wollte sich aber noch kein Fraktionsvertreter festlegen.

Seit Februar 2012 im Amt

Niels Thomsen war vor seinem Amtsantritt als Stuhrer Bürgermeister im Februar 2012 sechseinhalb Jahre als Erster Gemeinderat Stellvertreter seines Vorgängers und jetzigen Landrats Cord Bockhop. Zuvor war er Amtsleiter im schleswig-holsteinischen Landkreis Nordfriesland.


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