Nach 60 Minuten 30 Euro fällig Aus für Dauerparker bei McDonald’s in Groß Mackenstedt

Von Dirk Hamm

Nach 60 Minuten wird’s teuer: Der Parkplatz des McDonald’s-Restaurants in Stuhr-Groß Mackenstedt wird jetzt von einer Spezialfirma überwacht. Foto: Dirk HammNach 60 Minuten wird’s teuer: Der Parkplatz des McDonald’s-Restaurants in Stuhr-Groß Mackenstedt wird jetzt von einer Spezialfirma überwacht. Foto: Dirk Hamm

Groß Mackenstedt. Dauerparker sollen vom McDonald’s-Parkplatz in Stuhr-Groß Mackenstedt verbannt werden. Eine Firma überwacht den Parkraum, nach 60 Minuten werden 30 Euro fällig.

Gäste der McDonald’s-Filiale nahe dem Autobahndreieck Stuhr in Groß Mackenstedt müssen jetzt eine Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe legen, wenn sie ihr Auto auf dem Parkplatz des Fast-Food-Restaurants abstellen wollen. Nach 60 Minuten Parkzeit ist Schluss – Fremd- und Dauerparker, die etwa zum umliegenden Einzelhandel streben, sollen so von dem Parkplatz mit der offiziellen Adresse Am Schwarzen Moor 3 verbannt werden.

Die Firma Park & Control PAC, nach eigenen Angaben der „führende Anbieter von Parkraumlösungen in Deutschland“, hat laut Mitteilung des Unternehmens zum Monatsbeginn die „Betreuung“ des McDonald’s-Parkplatzes übernommen.

Von Fremdparkern zugeparkt

„Kunden können mit Parkscheibe in einer Freiparkzeit von 60 Minuten kostenfrei parken“, teilte das Unternehmen weiter mit. Wird diese Freiparkzeit überschritten oder fehlt die Parkscheibe, ist eine Strafgebühr von 30 Euro fällig, wie Park & Control erst auf dk-Nachfrage angab.

Über 26 Stellplätze verfügt der Parkplatz Am Schwarzen Moor 3, der sowohl von der Delmenhorster Straße als auch der Moordeicher Landstraße aus angefahren werden kann. Ein Großteil davon sei immer wieder mit Fahrzeugen belegt gewesen, die nicht zum Besuch von McDonald’s geparkt werden, berichtete Franchisenehmer Bernd Oude Hengel gegenüber dieser Zeitung.

Abschlepp-Drohung brachte keine Abhilfe

„Ich habe die Autos auf dem Parkplatz gezählt und die Gäste im Restaurant – es waren weniger Köpfe als Autos“, hat der Unternehmer, der die Filiale in Groß Mackenstedt im September 2016 übernommen hat, festgestellt. Auch Hinweisschilder mit der Androhung, unrechtmäßig geparkte Fahrzeuge abzuschleppen, hätten nichts gebracht. Fremdparker ließen sich von der Warnung nicht abschrecken, so Oude Hengel: „Es war immer wieder der Spruch zu hören: ‚Schlepp mich doch ab‘.“

Die Androhung habe er letztlich nie wahr gemacht, weil er andernfalls erst einmal selbst die hohen Abschleppkosten tragen und dann die Summe bei dem Betreffenden einklagen müsse. „Ich habe alles probiert, auch Zettel unter den Scheibenwischer geklemmt“, so Oude Hengel. Es tue ihm als Gastronom weh, zu sehen, dass Gäste unverrichteter Dinge wieder wegfahren mussten, weil in den Stoßzeiten kein Parkplatz mehr frei war. Die Entscheidung, den Parkplatz überwachen zu lassen, sei ihm nicht leicht gefallen: „Es war der letzte Ausweg.“

Kulanz für Gäste des Restaurants

Bereits ein paar Wochen zuvor seien entsprechende Schilder aufgestellt worden. In der ersten Woche der Parkraumüberwachung seien auf seinen Wunsch aber nur Warnzettel bei Überschreiten der Parkzeit ausgestellt worden, sagte Oude Hengel. Außerdem lasse er Kulanz walten in Fällen, wo eindeutig nachvollziehbar ist, dass ein Gast in seinem Restaurant gesessen und die eine Stunde Aufenthalt überschritten hat.


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