Große Nachfrage von Firmen In Stuhr werden die Gewerbeflächen knapp

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Die Wirtschaft boomt, die Nachfrage der Firmen nach Gewerbeflächen ist groß. In Stuhr werden die Kapazitäten knapp. Symbolfoto: Jan Woitas/dpaDie Wirtschaft boomt, die Nachfrage der Firmen nach Gewerbeflächen ist groß. In Stuhr werden die Kapazitäten knapp. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa

Stuhr. Die Kapazitäten bei den Gewerbeflächen in Stuhr werden knapp. Die Nachfrage ist anhaltend groß. Die Gemeinde bemüht sich um die Entwicklung weiterer Flächen.

Die Konjunktur brummt, in Stuhr gibt es so viele Arbeitsplätze wie noch nie. Was dem Wirtschaftsförderer der Gemeinde einerseits große Zufriedenheit bereitet, ist auf der anderen Seite mit viel Arbeit verbunden. Denn Lothar Wimmelmeier muss das Kunststück vollbringen, bei schrumpfendem Bestand an verfügbaren Gewerbeflächen die anhaltende Nachfrage seitens der Unternehmen zu befriedigen.

„Es hat Zeiten gegeben, da konnten wir aus den Vollen schöpfen. Die Nachfrage vor allem aus dem produzierenden Gewerbe als auch der Logistikbranche nach Gewerbeflächen war in den letzten Jahren sehr stark. Wir kommen immer mehr in die Situation, dass es eng wird“, analysiert der Wirtschaftsförderer. Auch in diesem Jahr habe die Gemeinde viele gewerbliche Grundstücke verkauft.

Platz zum Expandieren gefragt

Zwei große Baustellen an der Diepholzer Straße in Brinkum-Süd machen sichtbar, dass sich weiterhin einiges tut in den Stuhrer Gewerbegebieten. Und es handelt sich nicht nur um Firmen von außerhalb, die sich am Standort Stuhr ansiedeln wollen.

Sowohl die Firma Dzierzon Edelstahlbeizerei, bislang an der Henleinstraße in Brinkum-Nord beheimatet, als auch das Logistikunternehmen Transporte W. Rohlfs wollen expandieren und erhalten dazu im Industriepark südlich der B 51 die geeigneten Ausbreitungsmöglichkeiten für moderne Hallen und Büroräume. „Das sind klassische Unternehmen, die schon lange in Stuhr sind und sich so entwickelt haben, dass der jetzige Standort nicht mehr ideal ist“, sagt Wimmelmeier.

Bestandspflege hat hohe Priorität

Die Gemeinde habe großes Interesse, diesen Unternehmen eine langfristige Perspektive vor Ort zu bieten – die „Bestandspflege“, so Wimmelmeier, genieße einen hohen Stellenwert. Mit 14217 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – Stand: 30. Juni 2017 – sei die Zahl der Arbeitnehmer in Stuhr so hoch wie noch nie, es herrsche praktisch Vollbeschäftigung.

Um den „Hunger“ der boomenden Wirtschaft nach geeigneten Grundstücken weiter stillen zu können, ist zunehmend Kreativität gefragt. Auch die Verdichtung bestehender Flächen sei dabei ein „Mosaikstein“, sagt Lothar Wimmelmeier.

„Stuhr noch nicht ausverkauft“

Kapazitäten seien unter anderem in Brinkum-Süd (0,4 Hektar Mischgebiet und 0,2 Hektar Gewerbegebiet) und in Stuhrbaum (0,4 Hektar) vorhanden. In der Entwicklung befänden sich Flächen in Seckenhausen (ein Hektar), an der Bergiusstraße in Brinkum-Nord (zwei Hektar) und am Birkenweg in Groß Mackenstedt (2,3 Hektar). Weiteres habe man im Auge, sei aber noch nicht spruchreif. „Stuhr ist noch nicht ausverkauft“, betont der Wirtschaftsförderer.


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