Einschränkungen bei acht Gruppen Gemeinde Stuhr kann nicht alle Stellen in Kitas besetzen

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In drei Stuhrer Kitas endet die Betreuung künftig schon um 15 Uhr. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpaIn drei Stuhrer Kitas endet die Betreuung künftig schon um 15 Uhr. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa

Stuhr. Der Gemeinde Stuhr ist es nicht gelungen, alle Stellen für Erzieherinnen zu besetzen. In drei Kitas endet die Betreuung deshalb schon um 15 Uhr.

Der zunehmende Fachkräftemangel reißt jetzt auch Lücken in den Kindertagesstätten der Gemeinde Stuhr. In drei Kitas kann die Betreuung der Kindergartenkinder nur noch bis 15 Uhr gewährleistet werden. Eltern, die ihre Sprösslinge sonst erst um 16 Uhr abholen oder vom Angebot des Spätdienstes bis 17 Uhr Gebrauch machen möchten, müssen nun andere Lösungen organisieren.

Rund 70 Kinder betroffen

Darüber hat die Fachdienstleiterin für Bildung, Jugend und Sport im Stuhrer Rathaus, Kerstin Frohburg, jetzt die Eltern in den Kindertagesstätten Varrel, Groß Mackenstedt und Brinkum/Marsstraße informiert. Betroffen sind laut Frohburg rund 70 Kinder in acht Gruppen, darunter zwei in der Einrichtung an der Schillerstraße in Varrel.

Als Grund für diese Einschränkungen im kommenden Kindergartenjahr nennt die Fachdienstleiterin die zunehmend schwierige Besetzung offener Stellen für Erzieherinnen. Trotz mehrere Stellenausschreibungen und an die 20 Vorstellungsgespräche sei die Personalplanung mit rund 200 Stellen insgesamt nicht ganz aufgegangen.

Kommunen konkurrieren um Fachkräfte

Das ist beileibe kein exklusives Stuhrer Problem, weiß Frohburg: „In jeder Kommune werden Erzieherinnen gesucht.“ In der verschärften Konkurrenzsituation, die durch den gestiegenen Bedarf bei gleichzeitig nur begrenzt nachrückenden Fachkräften entstanden ist, ziehe man hin und wieder den Kürzeren.

An den Arbeitsbedingungen in den Stuhrer Kitas liege es nicht, im Gegenteil, schließt Kerstin Frohburg aus den Rückmeldungen von Erzieherinnen, die zu anderen Arbeitgebern gewechselt sind: „Das liegt immer wieder an den individuellen Belangen. Jemand möchte vielleicht nicht eine Stunde Fahrtzeit zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen, oder es passen die Arbeitszeiten anderswo besser. Das ist schade, aber ich kann es persönlich verstehen.“

Keine schnelle Lösung in Sicht

Nicht auszuschließen sei, dass kurzfristig noch eine Veränderung eintritt, betont Frohburg, aber: „Nach gegenwärtigem Stand können wir nicht mit einer vollständigen Besetzung ins neue Kindergartenjahr starten.“ Dass bald pro Kita eine Fachkraft aus Spanien im Zuge des „Adelante“-Projekts hinzustößt, kann das Problem laut Frohburg nicht lösen. Denn die Spanierinnen müssten zunächst einmal Fuß fassen und die Sprache hinreichend erlernen, ehe sie dann die Betreuung im Früh- oder Spätdienst übernehmen können.


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