Flyer-Aktion in Groß Mackenstedt Landwirte setzen auf Aufklärung gegen Schweinepest

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Aufklärung über die Afrikanische Schweinepest: Mitarbeiter des Landvolks Mittelweser verteilen auf dem Autohof in Groß Mackenstedt mehrsprachige Flugblätter an Fernfahrer. Foto: Tim Backhaus/Landvolk MittelweserAufklärung über die Afrikanische Schweinepest: Mitarbeiter des Landvolks Mittelweser verteilen auf dem Autohof in Groß Mackenstedt mehrsprachige Flugblätter an Fernfahrer. Foto: Tim Backhaus/Landvolk Mittelweser

Groß Mackenstedt. Im Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest setzt das Landvolk verstärkt auf Aufklärung. Mit Flugblättern wurden auf dem Autohof in Groß Mackenstedt gezielt Fernfahrer über die Verbreitung des Virus etwa durch entsorgte Wurstreste sensibilisiert.

Mit einer landesweiten Aktion haben Landwirte an Autohöfen und Raststätten über die Gefahren der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgeklärt. So auch am Autobahndreieck Stuhr in Groß Mackenstedt: Mitglieder des Landvolks Mittelweser verteilten kürzlich auf dem Autohof an der Moordeicher Landstraße in acht Sprachen verfasste Flugblätter, um insbesondere Fernfahrer aus Osteuropa für die Gefahr der Ausbreitung der Schweinepest zu sensibilisieren.

Mitgebrachte Salami als Verbeitungsquelle

Laut Mitteilung des Landvolks sind „gerade die Autobahnraststätten und -parkplätze, wo Urlauber und Lkw-Fahrer Pause machen, um sich zu stärken, Quellen der Verbreitung“. Denn die mitgebrachte Salami aus Polen etwa könne das ASP-Virus enthalten. Für den Menschen sei das ungefährlich, aber am Rastplatz entsorgte Wurstreste stellen „eine Nahrungs- und somit Verbreitungsquelle für Wildschweine“ dar, heißt es weiter.

Risiko als hoch eingeschätzt

Christoph Klomburg, Vorsitzender des Landvolks Mittelweser, betont die Dringlichkeit der Aufklärung: „Experten schätzen das Risiko des Eintrags von ASP nach Deutschland entlang der Fernstraßen als hoch ein.“ Die Reaktionen der angesprochenen Fernfahrer seien „durchweg positiv“ gewesen, bilanzierte Landvolk-Geschäftsführer Olaf Miermeister nach der Aktion in Groß Mackenstedt.

Warnhinweise in acht Sprachen

Das Landvolk weist darüber hinaus darauf hin, dass das niedersächsische Landwirtschaftsministerium Warnhinweise in acht Sprachen auf seiner Homepage veröffentlicht und zum Herunterladen bereitgestellt hat. Jeder sei aufgerufen, bei der Aufklärung zu helfen, sagt Christoph Klomburg: „Auch Landwirte, die Arbeitskräfte aus Osteuropa beschäftigen, sollten die Gefahren ansprechen und Tipps zur Vermeidung geben.“

Die Mitarbeiter des Landvolks haben zudem Warnschilder an stark frequentierten Parkplätzen an Bundesstraßen im Verbandsgebiet aufgestellt.


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