Projekt „Adelante 2.0“ in Stuhr Spanierinnen bereiten sich auf Arbeit in Kitas vor

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Eine Gruppe spanischer Sozialassistentinnen, die ab August in Stuhrer Kitas mitarbeiten, sind vom Ersten Gemeinderat Ulrich Richter (r.) im Rathaus Stuhr begrüßt worden. Foto: Dirk HammEine Gruppe spanischer Sozialassistentinnen, die ab August in Stuhrer Kitas mitarbeiten, sind vom Ersten Gemeinderat Ulrich Richter (r.) im Rathaus Stuhr begrüßt worden. Foto: Dirk Hamm

Heiligenrode. Ab August arbeiten Sozialassistentinnen aus Spanien in Stuhrer Kindertagesstätten mit. Zehn der zwölf Stellen konnten mit dem Projekt „Adelante 2.0“ bereits besetzt werden.

„Wir haben extra schlechtes Wetter bestellt, damit die Spanierinnen einen Eindruck vom Herbst in Deutschland bekommen“ – dieser augenzwinkernde Kommentar von Stuhrs Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier galt am Mittwoch der Begrüßung einer Gruppe von zehn spanischen Sozialassistentinnen durch den Ersten Gemeinderat Ulrich Richter im Stuhrer Rathaus. Die Gemeinde beteiligt sich am Projekt „Adelante 2.0“, das zum Ziel hat, den Fachkräftebedarf in den gemeindeeigenen Kindertagesstätten durch die Rekrutierung von zwölf Sozialassistentinnen in Spanien zu decken.

Mit Sprachunterricht auf die Arbeit vorbereitet

Das Projekt ist dem zuständigen Fachdienstleiter Philipp Rohlfing zufolge inzwischen deutlich vorangeschritten. Die für einen „Schnupperbesuch“ nach Stuhr gereisten zukünftigen Kita-Mitarbeiterinnen sind zwischen 20 und 39 Jahre alt. Mit intensivem Sprachunterricht bereiten sie sich darauf vor, ab Mitte August die Arbeit in jeweils einer Kindertagesstätte in Stuhr aufzunehmen. Mittelfristig wird angestrebt, sie als Erzieherinnen fest zu beschäftigen.

Bewerbungsgespräche via Skype

Die Zentrale Auslandsvermittlung der Arbeitsagentur (ZAV) hat zusammen mit der projektbegleitenden Organisation Practigo im Mai in zwei spanischen Regionen Bewerberinnen angeworben. Via Skype sind dann Bewerbungsgespräche geführt worden – laut Richter eine Premiere für die Gemeinde. Dabei habe sich ein „hohes fachliches Niveau“ gezeigt, so Rohlfing, alle Teilnehmerinnen seien für eine Mitarbeit in der Kinderbetreuung in Stuhr „sehr gut geeignet“.

Zwei Stellen noch zu besetzen

Angesichts des gestiegenen Bedarfs an Fachkräften sei das Bemühen um qualifizierte Bewerber „intensiver“ geworden als bisher üblich, hat Ulrich Richter festgestellt: „Nicht mehr nur der Bewerber stellt sich vor, sondern auch die Gemeinde.“

Bislang sind zehn der zwölf Assistentinnen-Stellen besetzt worden. Um das Dutzend vollzumachen, stehen am 25. Juni weitere Vorstellungsgespräche an.


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