Freiwilliges Soziales Jahr „FSJler sind aus Stuhrer Kitas nicht wegzudenken“

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Wertvolle Erfahrungen als FSJlerinnen sammeln (v. l.) Louisa Stermann, Katharina Rosner und Jana Schäfer in der Kindertagesstätte Varreler Feld. Schwierig wird es, alle FSJ-Plätze neu zu besetzen. Foto: Dirk HammWertvolle Erfahrungen als FSJlerinnen sammeln (v. l.) Louisa Stermann, Katharina Rosner und Jana Schäfer in der Kindertagesstätte Varreler Feld. Schwierig wird es, alle FSJ-Plätze neu zu besetzen. Foto: Dirk Hamm

Varrel. Junge Freiwillige leisten in den Stuhrer Krippengruppen wichtige Unterstützung. Für das kommende Jahr sind aber noch einige FSJ-Plätze unbesetzt.

„Unsere Freiwilligen sind bei uns gar nicht mehr wegzudenken.“ Sandra Meinen, Leiterin der Kindertagesstätte Varreler Feld, ist voll des Lobes für die „wertvolle Unterstützung“, die die Erzieherinnen in der 2014 eröffneten Kita mit ihren drei Krippengruppen Tag für Tag von Jana Schäfer, Louisa Stermann und Katharina Rosner erhalten. Die 18 und 19 Jahre alten jungen Frauen aus Stuhr nähern sich dem Ende ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ).

Vollzeitarbeit und wertvolle Erfahrung

Für Louisa Stermann ist es die richtige Entscheidung gewesen, sich zwischen Schule und Berufsausbildung ein Jahr lang sozial zu engagieren: „Das war definitiv eine wertvolle Erfahrung.“ Mit dem Fahrrad kommt sie von Brinkum aus, wenn nicht gerade eine Seminarwoche ansteht, jeden Morgen zur Arbeit in der „Hasen“-Gruppe – eine Vollzeitarbeit, die bei Weitem nicht nur aus Hilfstätigkeiten wie Geschirr spülen, Betten beziehen oder Kleidung sortieren besteht. Die 19-Jährige spielt mit den Kleinen, wickelt sie, hilft beim Händewaschen und Anziehen. „Die Krippenkinder haben einen erhöhten Betreuungsbedarf, sie brauchen viel Nähe und Zuwendung. Da sind die FSJler eine echte Bereicherung“, sagt Sandra Meinen.

Andere Pläne nach dem FSJ

Keine der drei jungen Stuhrerinnen plant, die pädagogische Richtung einzuschlagen: Louisa Stermann nimmt ein duales Studium beim Zoll auf, Jana Schäfer hat sich für den Studiengang International Management eingeschrieben und Katharina Rosner wird nach dem FSJ eine Ausbildung im Reisebüro beginnen. Das sei durchaus nicht ungewöhnlich, sagt die Kita-Leiterin, es gehe vor allem um das soziale Engagement und die grundsätzlichen Erfahrungen für das spätere Berufsleben. Dennoch seien auch schon Erzieherinnen in Einrichtungen der Gemeinde aus dem Kreis ehemaliger Freiwilliger gewonnen worden.

Viele Plätze noch nicht neu besetzt

In den vergangenen Jahren sei es stets gelungen, den Unterstützungsbedarf abzudecken, so meinen. Mit Blick auf das kommende Kindergartenjahr sehe die Lage aber nicht so rosig aus: Nur rund die Hälfte der 15 FSJ-Plätze können nach derzeitigem Stand besetzt werden.


Weitere Informationen über das FSJ gibt es unter www.stuhr.de (Rubrik „Stellenangebote“) sowie telefonisch unter (0421)5695-212.

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