Fluglärm Thema im Ausschuss Neue Route über Stuhr soll Lärmbelästigung verringern

Von Dirk Hamm

Eine veränderte Flugroute nach dem Start vom Bremer Flughafen könnte die Lärmbelästigung in Teilen Stuhrs spürbar reduzieren. Symbolfoto: Federico Gambarini/dpaEine veränderte Flugroute nach dem Start vom Bremer Flughafen könnte die Lärmbelästigung in Teilen Stuhrs spürbar reduzieren. Symbolfoto: Federico Gambarini/dpa

Stuhr. Nach dem Start in Bremen sollen Verkehrsflugzeuge eine veränderte Route über Stuhr nehmen, fordert die Fluglärmkommission. So soll der Lärm in Teilen der Gemeinde verringert werden.

Wenn Verkehrsflugzeuge auf dem Bremer Flughafen Richtung Westen starten, um südliche Ziele anzusteuern, dann wird es für die Anwohner in Moordeich und Alt-Stuhr ungemütlich laut. Volker Reinhold weiß davon aus eigener Erfahrung zu berichten: Für die Vereinigung zum Schutz Flugverkehrsgeschädigter (VSF) arbeitet der Moordeicher in der Fluglärmkommission Bremen (FLK) mit.

Weniger Lärm über Wohngebieten

Reinhold ist stellvertretender Vorsitzender der Kommission und fordert eine Änderung der Startroute über dem Stuhrer Gemeindegebiet, um dicht besiedelte Wohngebiete deutlich zu entlasten. Am Donnerstag, 14. Juni, stellt Reinhold seinen Vorschlag in der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt vor. Das Gremium tagt ab 18 Uhr im Rathaus Stuhr, Raum 145/146.

Etwas länger in der Linkskurve

Nach den Vorstellungen des 70-Jährigen sollen die startenden Flugzeuge die Linkskurve, die sie nach dem Start beschreiben, etwas länger halten und so anstatt wie bisher auf einen Süd-Südwest-Kurs auf einen genauen Süd-Kurs einschwenken. Der Effekt dieser Änderung wäre laut Reinhold von den Bewohnern in Alt-Stuhr und Moordeich deutlich zu spüren: „50 Prozent des Fluglärms würden in das Gewerbegebiet Stuhrbaum geleitet.“ Somit wären erheblich weniger Privathaushalte betroffen.

Bedenken bei der Flugsicherung

Unverständlich ist für Reinhold, „warum die Deutsche Flugsicherung so sperrig ist in dieser Sache“. Im Falle mehrerer Startrouten in entgegengesetzter Richtung sei die Flugsicherung hingegen der Empfehlung der Kommission gefolgt.

Seitens der DFS wird laut dem Moordeicher das Argument vorgetragen, dass die Linkskurven nach dem Start nicht enger geflogen werden könnten. Genau das sehe sein Änderungsantrag aber gar nicht vor, stellt Reinhold klar. Er erhofft sich nun, seinem Vorschlag einer veränderten Route mit einem klaren Votum der Stuhrer Ratspolitik zusätzlich Nachdruck zu verleihen.