Nach Unglück am Steller See DLRG: Mehr Personal hätte Todesfall nicht verhindert

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In der Wachstation der DLRG am Steller See versehen Ehrenamtliche ihren Dienst. Den tragischen Todesfall am Sonntag konnten sie nicht verhindern. Foto: NonstopnewsIn der Wachstation der DLRG am Steller See versehen Ehrenamtliche ihren Dienst. Den tragischen Todesfall am Sonntag konnten sie nicht verhindern. Foto: Nonstopnews

Groß Mackenstedt. Auch zwei Tage nach dem schrecklichen Ereignis gibt der tödliche Badeunfall am Sonntagnachmittag am Steller See Rätsel auf. Die Polizei konnte am Dienstag auf Nachfrage noch keine Angaben dazu machen, warum ein 16 Jahre alter Jugendlicher aus Delmenhorst unbemerkt sowohl von den Wachgängern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) als auch von anderen Badegästen unterging und ertrank.

Nach Angaben von Achim Linka, 1. Vorsitzender der für die Badeaufsicht am Steller See zuständigen DLRG-Ortsgruppe Weyhe, haben am Sonntag sechs Ehrenamtliche, darunter drei sehr erfahrene, Wachdienst versehen. Noch am Mittag habe eine Kameradin einen Jugendlichen, der im Wasser einen Krampf erlitt, sicher an Land gebracht. Umso größer sei die Betroffenheit Stunden später gewesen.

Notlage oft unbemerkt

Linka betont, dass ein Ertrinkender in den meisten Fällen aus Erschöpfung leise untergehe. Diese Notlage sei nur sehr schwer zu bemerken, zumal bei einem solchen Massenaufkommen an Badegästen wie am besonders heißen Sonntag. „Auch mit zehn Mann auf dem Turm hätte diese Situation nicht geändert werden können“, sagte Linka gegenüber dem dk.

Ponton soll in der Seemitte bleiben

Laut dem Betreiber-Ehepaar, zu dessen Campingplatz der Badestrand am Steller See gehört, handelte es sich um den ersten tödlichen Unfall im See in 22 Jahren. Eine Veränderung der Position des Pontons, zu dem der 16-jährige Delmenhorster schwamm, ehe er auf halber Strecke kehrtmachte, mache wenig Sinn, sagte Ulrike de Buhr auf Nachfrage. Der Ponton befinde sich genau in der Mitte des Sees, ihn etwa näher in Richtung der Gaststätte zu ziehen, würde an anderer Stelle die Entfernung für Schwimmer nur vergrößern.


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