Gastfamilien in Stuhr gesucht Spanierinnen bereiten sich auf Jobs in Kitas vor

Von Dirk Hamm

Unterstützung in den Betreuungsgruppen der Stuhrer Kitas018) Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpaUnterstützung in den Betreuungsgruppen der Stuhrer Kitas018) Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Stuhr. Um der zunehmenden Fachkräfteknappheit im Bereich der Erziehung ein Schnippchen zu schlagen, setzt die Gemeinde Stuhr für ihre Kindertagesstätten bald auch auf geschultes Personal aus dem Ausland. Genauer gesagt aus Spanien, wo sich in der Hafenstadt Alicante derzeit zwölf ausgebildete sozialpädagogische Assistentinnen mit einem Intensivsprachkurs auf ihren Einsatz in der Gemeinde Stuhr vorbereiten.

Das Vorhaben ist ein Standbein des Projekts „Adelante 2.0“, das jungen Menschen aus Spanien eine berufliche Perspektive in Stuhrer Unternehmen eröffnen soll. „Der Schwerpunkt des Sprachunterrichts liegt auf der Kommunikation, um dann mit den Kindern, Eltern und Kollegen sprechen zu können“, erläutert Oliver Schneider vom Projektträger Practigo.

Ab Mitte August beginnt für die spanischen Gäste die zunächst auf 14 Monate angelegte Zeit in Stuhr mit einem sechswöchigen Praktikum und weiterem Sprachunterricht. In allen zwölf Kitas der Gemeinde soll jeweils eine der spanischen Sozialassistentinnen als zusätzliche Kraft in den Gruppen eingesetzt werden. Darüber hinaus ist geplant, die Spanierinnen ab dem Kindergartenjahr 2019/20 in regulären Planstellen zu beschäftigen.

Um die schnelle Eingliederung in den hiesigen Alltag zu erleichtern, werden noch Gastfamilien gesucht. Wer den beruflichen Start in der Fremde so unterstützen möchte, kann sich an Practigo, Telefon (0421) 4089770, wenden.


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