450 Zuschauer bei „Irish Spring“ Irisch-keltischer Ohrenschmaus in der Gutsscheune

Von Dirk Hamm

Handgemachtes mit tiefen Wurzeln in der irischen Musiktradition, das hat neben zwei weiteren Gruppen das Trio High Time beim Festival „Irish Spring“ in der Gutsscheune Varrel geboten. Foto: Dirk HammHandgemachtes mit tiefen Wurzeln in der irischen Musiktradition, das hat neben zwei weiteren Gruppen das Trio High Time beim Festival „Irish Spring“ in der Gutsscheune Varrel geboten. Foto: Dirk Hamm

Varrel. Gesang und Tanz, Gefühl und Rhythmus, Tradition und Moderne: Das Folkfestival „Irish Spring“ hat sich wieder als mitreißende Show entpuppt.

Ein weiteres Mal hat sich das Folkmusik-Festival „Irish Spring“ als ein äußerst sehens- und vor allem hörenswerter Höhepunkt im Stuhrer Kulturangebot erwiesen. Rund 450 Besucher bejubelten am Freitagabend knapp drei Stunden überbordende Spiel- und Sangesfreude, dargeboten von drei bestens aufgelegten Gruppen.

Akustische Instrumente wie Geige, Gitarre, Flöte und Harfe prägen die seit 2001 veranstalteten „Irish Spring“-Tourneen. Die Musiker sind tief in der Tradition des irisch-keltischen Klangkosmos verwurzelt, verbinden damit jedoch immer auch moderne Einflüsse, wie in der Gutsscheune registriert werden konnte.

Wunderschöne Gesangsharmonien

Einen starken Eindruck hinterließen zum Auftakt drei junge Männer, Sandkastenfreunde aus der westirischen Region Connemara. Teils in atemberaubendem Tempo dargebotene Instrumentalpassagen und wunderschöne Gesangsharmonien machen den Reiz der Auftritte des Trios High Time aus. Wie auch die beiden weiteren Formationen hatte High Time mit Harfenist und Sänger Séamus Flaherty zudem einen Musiker in den eigenen Reihen, der mit dynamischen Stepptanzeinlagen eine weitere Facette des Irish Folk vorführte.

Finale furioso mit allen Gruppen

Dem schottisch-gälischen Erbe ihrer Vorfahren fühlen sich die Power-Schwestern Cassie und Maggie MacDonald aus der kanadischen Provinz Nova Scotia verpflichtet. Bei ihren Stücken kam eine weit zurückreichende Erzähltradition zum Ausdruck, die zum Teil traurige und dramatische Ereignisse in ergreifende Balladen kleidet. Auch Ríanta, ein Quartett aus Irland, bot eine ansprechende Mischung aus pulsierenden Rhythmen und lyrisch-gefühlvollen Liedern.

Zum Abschluss musizierten alle drei Bands gemeinsam auf der Bühne und ließen sich vom Publikum, das von Beginn an immer wieder klatschend in den Rhythmus einstimmte, stehend feiern.