Für Zusammenhalt und Dialog Moschee-Empfang im Zeichen des friedlichen Dialogs

Von Florian Fabozzi

Mit Gebeten aus dem Koran eröffnete Syed Salman Shah die Veranstaltung. Foto: Florian FabozziMit Gebeten aus dem Koran eröffnete Syed Salman Shah die Veranstaltung. Foto: Florian Fabozzi

Stuhr. In einer öffentlichen Veranstaltung ließen Mitglieder der Nasir-Moschee das letzte Jahr Revue passieren und verkündeten Botschaften der friedlichen Verbrüderung. Hochrangige Politiker des Landkreises waren als Ehrengäste dabei und hielten Reden.

„Wir sind alle Deutschland“ lautete das Motto des Neujahrsempfangs, zu dem die Nasir-Moschee am Sonntagvormittag einlud. Ein Motto, das für den Wunsch nach gesellschaftlichen Zusammenhalt steht, eine zentrale Botschaft der Veranstaltung. Zudem gehe es der Gemeinde, so der Vorsitzende Mujib Ata, auch um den Abbau von Vorurteilen gegenüber dem Islam.

Identifikation mit Deutschland

Nach der Begrüßung und einigen Worten aus dem Koran durch den Imam Syed Salman Shah gewährte Ata den Gästen einen Blick in das vergangene Jahr. Ein von der Gemeinde produzierter Film veranschaulicht das Wirken der Ahmadiyya-Gemeinde, der die Nasir-Moschee angehört. Über allem steht dabei gegenseitige Achtung und der friedliche Dialog mit Angehörigen anderer Religionen. Getreu dem Motto „Wir sind alle Deutschland“ spiele auch die Identifikation mit Deutschland eine wichtige Rolle. Demnach gebe es bei der Ahmadiyya keinen Platz für Radikalismus. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales habe man bereits Seminare zur Radikalisierungsprävention von Jugendlichen auf die Beine gestellt.

Thomsen blickt auf weltweite Krisengebiete

Auch hochrangige Politiker des Landkreises ließen sich den Empfang nicht entgehen. Der CDU-Landesvorsitzende Volker Meyer, der Bundestagsabgeordnete Axel Knörig und der Stuhrer Bürgermeister Niels Thomsen kamen dabei zu Wort. Meyer plädierte für Akzeptanz statt Toleranz zwischen Angehörigen verschiedener Religionen. Thomsen richtete den Blick auf weltweite Krisengebiete, deren Sorgen nicht in den Hintergrund treten dürften.

Zum Abschluss wies Mujib Ata auf das ehrenamtliche Wirken der Nasir-Moschee in Stuhr hin. Dazu gehören etwa das gemeinsame Aufräumen am Neujahrstag, Spendenläufe und Blutspendeaktionen. Damit mache die Gemeinde ihrem Namen Ehre, schließlich ist Nasir das arabische Wort für „Helfer“.