„Never too late“ vor 420 Zuhörern Rentner-Band spielt satten Sound im Gut Varrel

Von Jasmin Johannsen

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Verbreiten auch im Alter Partystimmung: Die Musiker von „Never too late“ in der Varreler Gutsscheune.Foto: Jasmin JohannsenVerbreiten auch im Alter Partystimmung: Die Musiker von „Never too late“ in der Varreler Gutsscheune.Foto: Jasmin Johannsen

Varrel. Von Santana über Deep Purple bis Joe Cocker: Die Bremer Rentner-Band „Never too late“ spielte im Gut Varrel am Samstag ein breites Repertoire an Rock-Klassikern. Die 420 Besucher feierten die Band immer wieder euphorisch.

Wer denkt, dass Senioren nicht mehr richtig rocken können, wurde am Samstagabend auf dem Gut Varrel eines Besseren belehrt: „Never too late“, die „Original Bremer Rentnerband“, sorgte mit altbekannten Hits von Musiklegenden wie Joe Cocker oder Eric Clapton für Partystimmung und riss damit die „Generation Ü50“ von den Stühlen.

Klanggewalt aus dem Ruhestand

„Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste“, stellte sich Sänger Herwig Lueken bei den rund 420 Konzertbesuchern vor. Dass fortgeschrittenes Alter allerdings kaum Auswirkungen auf ihre Klanggewalt hat, bewies die Band augenblicklich. Ob „Brown Sugar“, „Mustang Sally“ oder „Feeling Alright“ – die 13 Musiker konnten nicht nur mit ihrer Bühnenpräsenz, sondern auch mit sattem Sound begeistern. Das mag daran liegen, dass die Rock-Rentner ihre Arrangements mit gleich drei Saxofonisten aufpolierten. Oder daran, dass sich bis zu vier Sänger und Sängerinnen strophenweise abwechselten. Zudem saßen selbst die Riffs von „Gitarrengott“ Santana bei dessen „Black Magic Woman“.

Erinnerungen an die Jugend werden wach

Das Publikum zeigte sich jedenfalls mehr als überzeugt von der Klangqualität der Ruheständler. Einer der Höhepunkte des Abends: „Smoke on the Water“ von Deep Purple. „Das ist ja wie früher“, freute sich ein Zuschauer. Erinnert an Partynächte der eigenen Jugend, tummelten sich immer mehr Konzertbesucher vor der Bühne. Selbst der eine oder andere Rollator wurde am Tanzflächenrand geparkt. Ein lohnender Abend für alle, die sich in die Rockära der Siebzigerjahre zurückversetzen lassen wollten. Das Publikum bedankte sich immer wieder mit euphorischem Beifall.


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