Verein „Aktiv“ lehnt Vorhaben ab Weiter Stillstand um Straßenbahnprojekt in Stuhr

Von Dirk Hamm

Endstation noch am Roland-Center: Wann die Straßenbahnlinie 8 in Stuhr ankommt, steht noch in den Sternen. Archivfoto: Dirk HammEndstation noch am Roland-Center: Wann die Straßenbahnlinie 8 in Stuhr ankommt, steht noch in den Sternen. Archivfoto: Dirk Hamm

Stuhr. Es ist der Dauerbrenner der Stuhrer Verkehrspolitik: Kommt die Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 vom Roland-Center über das Gemeindegebiet bis nach Weyhe, und wenn ja, wann? Bürgermeister Niels Thomsen hat kürzlich vor Stuhrer Unternehmern noch einmal betont, wie „unverzichtbar“ die Linie 8 für eine Verkehrsentlastung in der Gemeinde ist.

„Wir ersticken sonst im Verkehr“, sagte Thomsen. Bereits jetzt seien die Verkehrswege nicht ausreichend für das Verkehrsaufkommen.

Derzeit herrscht Stillstand in Sachen Linie 8, da nach dem Kippen des Planfeststellungsbeschlusses für den niedersächsischen Teil der Verlängerungsstrecke eine Nichtzulassungsbeschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht anhängig ist. Auf diesem Wege wollen die Gemeinden Stuhr und Weyhe eine Revision des Urteils des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg erreichen.

Ablehnung in offenem Brief bekräftigt

Der Verein „Aktiv“ hat jetzt mit einem offenen Brief noch einmal seine ablehnende Haltung gegenüber dem Straßenbahnprojekt bekräftigt. Darin stellt der Verkehrsexperte Professor Dr. Jürgen Deiters, der die Bürgerinitiative berät, Sinn und Zweck der Straßenbahnverlängerung infrage.

Die Straßenbahn würde „im günstigsten Fall zur Verlagerung von 1200 Personenfahrten pro Tag vom motorisierten Individualverkehr zum ÖPNV führen“, so die Einschätzung des Professors. Seine Schlussfolgerung: „Bei einer Verminderung des täglichen Pkw-Pendleraufkommens um weniger als fünf Prozent kann wohl kaum von einer Verkehrsentlastung die Rede sein.“