2017 40 Einsätze auf A1 in Stuhr Feuerwehr rückt mit Drehleiter auf die Autobahn aus

Von Dirk Hamm

Die Drehleiter ist bei Einsätzen der Feuerwehr Brinkum auf der A1 mit dabei. Symbolfoto: Michael HehmannDie Drehleiter ist bei Einsätzen der Feuerwehr Brinkum auf der A1 mit dabei. Symbolfoto: Michael Hehmann

Stuhr. Die Dauerbaustelle auf der A1 ist im vergangenen Jahr immer wieder auch Einsatzort der Feuerwehr gewesen. 40 Mal sind die Ortswehren aus Groß Mackenstedt und Brinkum zu technischen Hilfeleistungen ausgerückt.

„Zum Glück gab es keinen Unfall mit tödlichem Ausgang“, berichtet der Stuhrer Feuerwehrpressesprecher Christian Tümena. 2016 habe es auf dem rund sechs Kilometer langen Autobahnabschnitt zwischen Groß Mackenstedt und Brinkum „deutlich mehr Unfälle“ als zuvor gegeben.

Und daran wird sich nach Tümenas Einschätzung auch in diesem Jahr nichts ändern. Denn nach dem Abschluss der Bauarbeiten in Fahrtrichtung Hamburg wird nun in entgegengesetzter Richtung gearbeitet. Deshalb sei auch 2018 mit einem „erhöhten Einsatzaufkommen“ der Feuerwehr zu rechnen.

Höhere Mittelleitplanke zu überwinden

Dabei kommt ein Einsatzkonzept zur Anwendung, das Ende 2016 gemeinsam von Feuerwehr, Autobahnpolizei, Rettungsdienst und Landesstraßenbaubehörde entwickelt wurde, um trotz schwieriger Zugänglichkeit durch enge Fahrstreifen und Baustellenbetrieb möglichst schnell Hilfe leisten zu können. Das Konzept sieht unter anderem vor, bei Alarmierung ein kleineres Erkundungsfahrzeug vorauszuschicken, das überprüft, auf welchem Weg die größeren Fahrzeuge am sichersten an den Ort des Geschehens gelangen.

Bemerkenswert ist, dass die Feuerwehr Brinkum inzwischen vorsorglich mit ihrer Drehleiter zu Unfällen auf die Autobahn ausrückt. Grund dafür ist laut Tümena die mit 1,50 Meter Höhe gegenüber der alten Mittelleitplanke deutlich höhere „Superrail“-Leitplanke. Diese soll den Durchbruch eines ins Schleudern geratenen Lastwagen verhindern, macht es aber unter Umständen auch erforderlich, Gerätschaften und Verletzte samt Trage per Drehleiter über diese Barriere zu hieven.

Vermehrt Einsätze wegen Stürmen

Insgesamt hatten die sechs Stuhrer Ortsfeuerwehren im vergangenen Jahr 424 Einsätze in der Gemeinde zu verzeichnen. 260 davon gingen auf das Konto von technischen Hilfeleistungen, das sei ein „deutlicher Anstieg“, so Tümena. Vor allem die Sturmtiefs Xavier und Sebastian seien dafür verantwortlich, aber auch die Einsätze im Baustellenbereich der Autobahn. Rund 150 Mal waren Sturmschäden Grund für die Alarmierung.