Handball-Verbandsliga Grüppenbühren/Bookholzberg ist schwer auszurechnen

Von Heinz Quahs

Nur schwer zu stoppen: Marcel Janorschke (Mitte) war in der ersten Halbserie mit 41 Toren bester Werfer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der Verbandsliga. Foto: Rolf TobisNur schwer zu stoppen: Marcel Janorschke (Mitte) war in der ersten Halbserie mit 41 Toren bester Werfer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der Verbandsliga. Foto: Rolf Tobis

Bookholzberg. Aufsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg belegt in der Handball-Verbandsliga Rang zehn. Coach Andreas Müller sieht sein Team auf dem richtigen Weg, das Ziel Klassenerhalt zu realisieren. Ein Sonderlob verteilt er an seinen ältesten Spieler.

Sich wwischen den Feiertagen auf die faule Haut legen? Nein, das kommt den Verbandsliga-Handballern der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nicht in den Sinn. Auch zwischen Weihnachten und Neujahr absolviert die Landkreis-HSG einige Trainingseinheiten. Vor dem ersten Punktspiel im neuen Jahr, am 14. Januar (Sonntag, 16.30 Uhr) bei der HSG Barnstorf/Diepholz II, möchte der Aufsteiger im Rhythmus bleiben – um das anvisierte Ziel Klassenerhalt früh zu realisieren.

„Punktemäßig sind wir durchaus im Soll, als Aufsteiger kann man eigentlich nicht viel mehr erwarten“, sieht sich Coach Andreas Müller mit seinem Team auf dem richtigen Weg. Mit 10:12 Punkten (fünf Siege, sechs Niederlagen) liegt Grüppenbühren/Bookholzberg in der Tabelle auf Rang zehn, dabei hätten es durchaus noch mehr Zähler sein können. Allerdings setzte die HSG den Saisonstart mit drei Niederlagen in den Sand. Der Knoten platzte dann nach intensiven Trainingseinheiten am vierten Spieltag mit dem Sieg über den aktuellen Tabellenzweiten SG Neuenhaus/Uelsen. Dieser Erfolg gab Grüppenbühren/Bookholzberg Auftrieb, denn danach punktete das Müller-Team kontinuierlich.

Keinen überragenden Shooter, dafür viele verschiedene Schützen

Warum, das erklärt der Trainer so: „Wir verfügen über eine sehr charakterfeste und homogene Mannschaft, die sich auch durch Rückschläge nicht aus der Spur bringen lässt.“ Zwar hat der Aufsteiger keinen überragenden Shooter in seinen Reihen wie etwa Marienhafes Keno Lücken (111 Tore) oder Hoykenkamps Sebastian Rabe (103), dafür verteilten sich die Treffer auf viele verschiedene Spieler, wie Marcel Janorschke (41 Tore), Werner Dörgeloh (40), Kevin Pintscher (40), Marcel Behrens (38), Julian Stolz (30) und Marcel Biedermann (29) als Hauptschützen. „Dadurch sind wir wesentlich flexibler und nicht so leicht auszurechnen“, betont Müller. Auf diese Unberechenbarkeit baut er auch in 2018. Denn der Coach hat auf verschiedenen Positionen einige Veränderungen im Blick, wie er verrät.

Richtig stolz ist Andreas Müller auf seine Keeper Jan-Bernd Döhle und Arne Klostermann, die er zu den besten Torhütern der Verbandsliga zählt. Auch Jan-Dirk Alfs und Niels Meyer, die zum erweiterten Kader gehören und auch schon ausgeholfen haben, konnten sich bei ihren Einsätzen gute Noten verdienen.

Augen zu und durch: Werner Dörgeloh ist spielender Co-Trainer, Leader und Vorbild bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – und lässt sich in dieser Szene auch nicht vom Hoykenkamper Hannes Ahrens stoppen. Foto: Rolf Tobis

Ein Sonderlob verteilt Trainer Andreas Müller an seinen spielenden Co-Trainer Werner Dörgeloh. Es sei „schon hervorragend, wie sich Werner mit seinen 42 Jahren noch immer in den Dienst der Mannschaft stellt“, betont Müller. Dörgeloh sein „ein Leader“ und „großes Vorbild für die Youngster“.

Der breite und sehr erfahrene Kader wurde im Laufe der Saison aufgefrischt. Kian Krause und Henk Braun aus der Bundesliga-A-Jugend trainieren regelmäßig mit und wurden auch schon in den Punktspielen erfolgreich integriert. Das gilt auch für Neuzugang Paul Lapsien (zuletzt HSG Stedingen), der als Linkshänder im rechten Rückraum immer stärker wird und auch in der Deckung zu einer festen Größe geworden ist.

Um das Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ in der zweiten Halbserie zu erreichen, möchte Müller auch an zwei Stellschrauben drehen. Die Quote erfolgreicher Siebenmeterwürfe (62 Prozent) ist mäßig. Auch die drei Roten Karten stören den HSG-Trainer. Grundsätzlich hält Müller aber fest: „Jeder Spieler füllt die ihm zugeteilte Position sehr gut aus. Wenn wir uns weiter so gut entwickeln, ist unser Ziel Klassenerhalt durchaus realistisch.“