23:39-Niederlage beim THW Kiel Grüppenbühren/Bookholzberg mut- und leidenschaftslos

Von Frederik Böckmann

Häufig kein Durchkommen gegen die Kieler Abwehr gab es für Bennet Krix (2. von links) und Tilman Dehmel (rechts) von der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Foto: Rolf TobisHäufig kein Durchkommen gegen die Kieler Abwehr gab es für Bennet Krix (2. von links) und Tilman Dehmel (rechts) von der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Foto: Rolf Tobis

Kiel. Die Enttäuschung in der Stimme von Stefan Buß war auch am Morgen nach der deutlichen Niederlage nicht zu überhören. „Wir haben zu früh die Köpfe hängen lassen. Wir waren nicht mutig und haben uns nicht richtig gewehrt“, erklärte der Handball-Trainer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg über die 23:39 (8:19)-Niederlage seiner Mannschaft beim THW Kiel.

In der A-Jugend-Bundesliga hatte die HSG schon mehrere deutliche Pleiten kassiert, doch die Art und Weise, wie sich die zehnte Saisonniederlage im zwölften Spiel zusammenfügte, „hat mich geärgert“, sagte Buß. „Wir kommen über die Emotionen und die Leidenschaft. Beides haben wir nicht gezeigt.“

Vor 123 Zuschauern in der Helmut-Wriedt-Halle hielten die Gäste in der Anfangsphase gut mit. Doch dann leistete sich die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg eine Handvoll technischer Fehler und vergab gute Chancen. Das nutzte Kiel eiskalt aus. Von 4:3 (9.) zog der THW innerhalb von vier Minuten auf 9:3 (13.) davon. „Diese Phase hat uns letztlich das Genick gebrochen“, sagte Stefan Buß. „Natürlich hat Kiel eine starke Mannschaft“, aber man habe sich bis zur Pause nicht so leicht ergeben dürfen. Zur Pause führten die Gastgeber deshalb schon deutlich mit 19:8.

Stefan Buß ärgert sich über mäßige Deckungsarbeit

Der zweite Durchgang war ein Ebenbild des ersten. Bis Mitte der zweiten Halbzeit hielt Grüppenbühren/Bookholzberg den Rückstand in erträglichem Maß. Beim 16:26 (43.) lag der Rückstand nach zwei Toren von Henk Braun bei „nur“ zehn Toren, ehe die von Ex-Nationalspieler Klaus-Dieter „Pitti“ Petersen betreuten Kieler die Zügel wieder anzogen und schließlich per 39:23 doch noch den sehr klaren 16-Tore-Vorsprung zum Sieg herauswarfen.

„Wir kassieren zu leichte Gegentore. Wir sind nie in unsere Deckungsarbeit gekommen – auch, weil unsere Beinarbeit schlecht war“, monierte Buß. Im Angriff selbst fehlten dem Schlusslicht dagegen die einfachen Treffer. „Wir mussten uns jedes Tor hart erkämpfen“, sagte Buß. Dies zehrte natürlich an den Kräften.

Nur Piet Gerke, Jaime Lipe und Henk Braun in Normalform

Eine ordentliche Leistung attestierte der HSG-Trainer dem Halblinken Piet Gerke, Spielmacher Jaime Lippe und Kreisläufer Braun, der mit sieben Treffer bester Torschütze der Gäste war. Dieses Trio reichte am Ende jedoch nicht, um den Jungzebras einigermaßen Paroli zu bieten. Die Ausfälle von Shooter Kian Krause sowie den Außen Sönke Harfst und Thies Kügler hätten sich zwar bemerkbar gemacht, wollte Buß jedoch nicht als Ausrede für den insgesamt schwachen Auftritt gelten lassen.

Für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ist das Handball-Jahr zumindest, was die Punktspiele angeht, nun beendet. Der Aufsteiger trainiert jedoch bis zu seinem nächsten Spiel am 13. Januar (Samstag, 19 Uhr) bei Eintracht Hildesheim normal weiter.


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