Vielseitigkeitsreiten Pauline Knorr mit Lucy Dynamik in Strzegom platziert

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Hat die Saison 2017 beendet: Pauline Knorr vom RV Ganderkesee (hier mit Wilbert beim internationalen Turnier im niederländischen Rendswoude). Foto: Lars PingelHat die Saison 2017 beendet: Pauline Knorr vom RV Ganderkesee (hier mit Wilbert beim internationalen Turnier im niederländischen Rendswoude). Foto: Lars Pingel

Ganderkesee. Pauline Knorr, Vielseitigkeitsreiterin vom RV Ganderkesee, hat sich beim „October Festival 2017“ im polnischen Strzegom mit Lucy Dynamik in einer CCI**-Prüfung platziert. Sie war dort mit vier Pferden in drei Wettbewerben gestartet.

Ein dickes Lob an zwei Stuten hat die Vielseitigkeitsreiterin Pauline Knorr vom RV Ganderkesee nach ihrem letzten Turnier der Saison 2017 verteilt, für das sie mit vier Pferden ins polnische Strzegom gereist war. Sie hätten am Wochenende „dominiert“ und „klar ihr Potenzial“ gezeigt, schrieb die 21-Jährige auf ihrer Facebookseite. Mit Quantana P, die beim internationalen „October Festival“ zum ersten Mal in einer langen Prüfung auf Ein-Stern-Niveau (CCI*) startete, verpasste Knorr eine Platzierung nur knapp. Die erreichte sie dann mit Lucy Dynamik in der langen Zwei-Sterne-Prüfung (CCI**) als 14. unter 61 Teilnehmern.

Fehlerfreie Geländeritte

Quantana, achtjähriges Deutsches Sportpferd, habe eine „etwas spannige“ Dressur gezeigt, berichtete Knorr. Diese war mit 54,10 Minuspunkten für die Vielseitigkeitswertung benotet worden. Ein starker, fehlerfreier Geländeritt, in dem das Paar weit unter der vorgegebenen Zeit das Ziel erreichte, brachte die Platzierung in greifbare Nähe. Auch im Springparcours waren Knorr und die Stute lange auf dem Weg dorthin – bis am letzten Hindernis eine Stange fiel. Knorr war dennoch zufrieden. „Toll, in welch kurzer Zeit sie sich so positiv entwickelte“, schrieb sie über die Stute. Die Prüfung gewann Olympiasieger Michael Jung (Horb) mit Choclat mit 22,80 Minuspunkten.

Mit der erst siebenjährigen Lucy Dynamik und dem zehnjährigen Starlight hatte Knorr für die Zwei-Sterne-Prüfung gemeldet. Sie beendete die Dressur mit Lucy mit 53,70 Strafzählern (36.). Dank einer „top“ Runde im Gelände ohne Hindernisfehler, für die es wegen Überschreitens der Richtzeit 4,40 Minuspunkte gab, und eines Null-Fehler-Ritts im Springen schob sich Knorr dann unter die Platzierten. Lucy habe ein klares Ausrufezeichen gesetzt, lobte sie ihre Hannoveraner Stute.

Zwei Prüfungen nicht beendet

Mit dem zehnjährigen Starlight lag Knorr nach der Dressur auf Rang 13 (49,50). Mit einem schönen, fehlerfreien Geländeritt, in dem sie sicher in der vorgegebenen Zeit geblieben war, schob sie sich bis auf Rang sechs vor. Der Wallach sei am Abend allerdings „hinten links nicht ganz fit“ gewesen, berichtete Knorr. Sie verzichtete daher auf das Springen: „Die Gesundheit geht vor.“ Eine Untersuchung in einer Klinik habe ergeben, dass nichts Schlimmes passiert sei. „Wir greifen im nächsten Jahr umso stärker wieder an.“ Sieger der Zwei-Sterne-Konkurrenz wurde Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Unteam de la Cense (39,20).

Knorr trat auch in der langen Drei-Sterne-Prüfung (CCI***) in Strzegom an. Mit dem achtjährigen Wilbert BO ging sie nach der Dressur von Rang 14 (57,40) aus ins Gelände. Dort sei der Hannoveraner Wallach etwas übermotiviert „und mir glatt etwas zu stark“ gewesen, erklärte Knorr auf Facebook. Deshalb seien sie in einer Tisch-Trapez-Kombination weggerutscht und hatten dort einen Vorbeiläufer. Nach „ein paar Vertrauenssprüngen“ habe sie sich entschieden, auf die Fortsetzung zu verzichten.

Letztes Turnier als Sportsoldatin

Knorrs Saisonbilanz fiel sehr positiv aus. Sie sei „unglaublich stolz“ auf ihre Pferde, erklärte sie. Fünf von ihnen hat sie international platziert. Das Turnier in Strzegom war auch noch das letzte, das Knorr als Sportsoldatin bestritt. Ihre Dienstzeit endet am Jahresende, anschließend wird sie sich im Stall von Andreas Dibowski in Döhlen selbstständig machen. Dibowski gewann in Strzegom übrigens die Drei-Sterne-Prüfung mit Barbados (56,80).


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