2. Fußball-Bundesliga FSV Gütersloh hat „großen Respekt“ vor TV Jahn Delmenhorst

Von Klaus Erdmann

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Nur ganz schwer zu stoppen: Güterslohs Torjägerin Josephine Giard (hinten). Foto: imago/foto2pressNur ganz schwer zu stoppen: Güterslohs Torjägerin Josephine Giard (hinten). Foto: imago/foto2press

Delmenhorst. Drei Wochen nach dem 0:2 bei BW Hohen Neuendorf bestreiten die Fußballerinnen des TV Jahn ihr viertes Punktspiel. Am Sonntag, 14 Uhr, stellt sich mit dem FSV Gütersloh der Tabellenführer der 2. Bundesliga im Stadion vor.

Es handelt sich um den ersten von drei dicken Brocken, denn danach erwartet Aufsteiger Jahn mit Arminia Bielefeld die Nummer drei (29. Oktober), ehe er dem Tabellenzweiten 1. FFC Turbine Potsdam II einen Besuch abstattet (5. November).

„Wir gehen nicht eingeschüchtert in das Spiel“, sagt TVJ-Trainer Claus-Dieter Meier vor dem Treffen mit dem FSV, der mit optimalen neun Punkten und 18:5 Toren gestartet ist. „Wir wollen mutig und forsch auftreten und sehen, wie lange wir mithalten können“, ergänzt Meier. Er erwartet einen Gegner, der über erfahrene Spielerinnen verfügt. Und eine echte Torjägerin: Acht Treffer gehen auf das Konto der 21-jährigen, nur 1,62 Meter großen Josephine Giard.

FSV Gütersloh spielt 2012/2013 in der ersten Liga

„Unser Ziel ist die Qualifikation für die ab der Saison 2018/19 eingleisige 2. Bundesliga“, erklärt Güterslohs Geschäftsführer Michael Horstkötter. Für den Aufstieg in die 1. Liga reiche es nicht. Es müssten erst die Strukturen im Hintergrund geschaffen werden. „Damals sind wir zu früh hochgekommen.“ Mit diesem Satz erinnert Horstkötter an die Saison 2012/13, als der Frauensportverein Gütersloh 2009, der aus der Abteilung Frauen- und Mädchenfußball des FC Gütersloh entstand, die 1. Bundesliga nach nur einjähriger Zugehörigkeit wieder verlassen musste. In den nächsten Spielzeiten belegte die ostwestfälische Mannschaft in der zweithöchsten deutschen Spielklasse die Plätze fünf, vier, drei und vier.

Nach dem 4:3 gegen den BV Cloppenburg (die Entscheidung fiel durch einen Elfmeter, den Marie Pollmann in der zweiten Minute der Nachspielzeit verwandelte), dem 5:0 in Hohen Neuendorf und dem 9:2 gegen den SV Henstedt-Ulzburg (vier Treffer von Giard) erlebte Gütersloh erneut eine torreiche Begegnung: In der zweiten Runde des DFB-Pokals hieß es gegen den Erstliga-Fünften 1. FFC Turbine Potsdam vor 314 Zuschauern 0:6 (0:3). „Wir wollten uns gut aus der Affäre ziehen. Das ist uns gelungen. Es ist okay“, hakt Horstkötter dieses Spiel ab.

„Beim TV Jahn herrscht Euphorie“

Trainerin Britta Hainke, so der Geschäftsführer, habe sich über Jahn informiert. Man wisse, dass in Delmenhorst „zwei, drei“ Ex-Werderanerinnen spielten. „Jahn hat gute Ergebnisse geholt und es herrscht Euphorie. Es wird nicht einfach. Wir haben relativ großen Respekt“, sagt Horstkötter. In Delmenhorst habe er früher mal mit dem FC Gütersloh gespielt, berichtet der Funktionär, der seit über 30 Jahren im Frauenfußball tätig ist.

„Gütersloh verfügt über ein Stadion mit Kunstrasen“, betont Claus-Dieter Meier. Sein Team hingegen habe zuletzt nicht optimal trainieren können. „Wir waren in einer Soccer-Anlage, um dem schlechten Wetter aus dem Weg zu gehen“, sagt er. Einige Spielerinnen seien im Herbsturlaub gewesen. Nach wie vor muss der TV Jahn auf Nahrin Uyar (Kreuzbandriss) und Neuzugang Aileen Fahlbusch (Knieverletzung) verzichten.

Die Jahn-Kulisse wird während der zweiten Halbzeit anwachsen, denn ab 16.15 Uhr stehen sich die Oberligisten SV Atlas Delmenhorst und Lupo Martini Wolfsburg gegenüber.


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