American Football in Falkenburg Outlaws Oldenburg verlieren Aufstiegsspiel zur Verbandsliga

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Falkenburg. Am Sonntag, 8. Oktober 2017, wurde in Falkenburg American Football gespielt. Die Outlaws Oldenburg hatten ihr Aufstiegsspiel zur Verbandsliga dorthin verlegt, weil ihr eigener Platz gesperrt war. Die Oldenburger unterlagen den Schwarzenbek Wolves mit 21:31.

Riesige Straßenkreuzer parkten auf dem Platz, Cheerleader und zwei Ständer, an denen in drei Metern Höhe u-förmige Gestelle befestigt waren, an jeder Seite des Feldes – schon auf einen Blick wurde klar, dass am Nachmittag des 8. Oktober auf der Anlage des TV Falkenburg am Alten Postweg vieles anders war als an den meisten anderen Sonntagen in dieser Jahreszeit. Sport getrieben wurde dort schon, wie sonst auch waren 22 Aktive die Hauptdarsteller. Die hatten allerdings Helme auf und unter ihren Trikots große Protektoren; der Ball, den sie warfen, trugen oder kickten war elipsenförmig mit spitzen Enden. In Falkenburg wurde American Football gespielt. Und das nicht etwa, um diese uramerikanische Sportart im Landkreis Oldenburg vorzustellen. Zwei Teams kämpften dort um den Aufstieg in die Verbandsliga, die sechsthöchste Klasse in Deutschland. Gastgeber waren die Oldenburg Outlaws, das Männerteam der Football-Abteilung des GVO Oldenburg. Sie empfingen die Schwarzenbek Wolves aus dem Herzogtum Lauenburg.

Oldenburg Outlaws absolvieren Trainingslager in Falkenburg

Da die Stadt Oldenburg ihre Plätze wegen der starken Regenfälle gesperrt hatte, konnte dieses Playoffspiel nicht im Sportpark Osternburg, der eigentlichen Heimat der Outlaws, ausgetragen werden. Auf der Suche nach einer Lösung, also einem anderen geeigneten Spielfeld, telefonierte Elmar Heidenescher, Outlaws-Präsident und 1. Vorsitzender der GVO-Football-Abteilung, mit Marten Meyerholz, dem Vorsitzenden des TV Falkenburg. „Er hat spontan gesagt, dass er uns gerne hilft“, erzählte Heidenescher. Klar, der Oldenburger hatte nicht einfach irgendwelche Vereine in der Umgebung angerufen. Seit dem Frühjahr pflegen die Outlaws und der TVF sehr gute Beziehungen. Die Oldenburger Mannschaft hatte ihr Trainingslager vor der seit Sonntag beendeten Saison 2017 in Falkenburg absolviert. Sie wohnte im Ferienpark Falkensteinsee und trainierte am Alten Postweg. „Ich habe einen Wohnwagen am Falkensteinsee“, erzählte Heidenescher. „Irgendwann kam ich mit den Betreibern ins Gespräch darüber, dass wir einen Ort für unser Trainingslager suchen. Sie sagten, dass wir es doch bei ihnen machen könnten.“ Gesagt, getan. Über die Betreiber des Campingplatzes kam dann auch der Kontakt zu Meyerholz zustande.

Outlaws reisen mit zwei Lastwagen an

Nach der Zusage des TVF-Vorsitzenden begann für die Outlaws das große Einpacken. „Wir sind mit zwei Siebeneinhalbtonnern gekommen, um die Partie genauso zu präsentieren wie in Oldenburg. Es sollte an nichts fehlen“, erklärte Heidenescher. Selbst der Fanshop war dabei. Der Outlaw-Präsident freute sich, dass nicht nur Anhänger aus Oldenburg die in vier Viertel eingeteilte Begegnung verfolgten. „Ich denke, dass einige aus Falkenburg und umzu, die sich kurzfristig entschieden hatten, unter den Zuschauern waren. Ich schätze mal, dass es zwischen 600 und 700 Besucher waren.“

Zweites Viertel entscheidet Aufsstiegsspiel

Es hätte also ein perfekter Ausflug in die Gemeinde Ganderkesee sein können. Doch den Outlaws gelang es nicht, ihre bis dahin glänzend gelaufene Saison zu krönen. Achtmal waren sie in den Punktspielen der Landesliga Niedersachsen 2 angetreten, achtmal hatten sie ihre Konkurrenten in der Vierer-Staffel deklassiert. Mit beeindruckenden 510:3 Punkten waren sie Meister geworden. Gegen den Vizemeister der Landesliga Schleswig-Holstein wollten Defensive-Back Heidenescher, der mit dieser Partie seine aktive Laufbahn beendete, und seine Mitstreiter sich einen Platz in der Verbandsliga sichern. Das misslang: Das wichtigste Duell der Spielzeit ging mit 21:31 verloren. „In der Saison hatten wir keinen richtigen Gegner, am Sonntag schon. Das hat sich gerächt“, überlegte Heidenescher, woran das lag. Zudem habe der frühe 0:7-Rückstand wohl für Verunsicherung gesorgt, auch wenn die Oldenburger recht schnell ausglichen. Im zweiten Viertel setzten sich die Gäste entscheidend ab, raubten den Oldenburger viel Moral. Die Wolves gewannen es mit 10:0. Sie bauten ihren Vorsprung dann bis in die Anfangsphase des letzten Spielabschnitts bis auf 31:13 aus.

Hintertür zur Verbandsliga offen

„Unsere Vorbereitung auf die Partie war nicht optimal“, erklärte Heidenescher. Das Playoffspiel sei erst nachträglich angesetzt worden, nach der Bekanntgabe der Spielpläne für die Saison 2017. Und so hatten viele Spieler der Outlaws bereits ihre Urlaube in die Zeit direkt nach dem letzten Landesligaspiel gelegt. Sie fehlten daher in den Trainingseinheiten vor der Playoffpartie.

Die „sehr fruchtbare Zusammenarbeit“ mit dem TV Falkenburg geht weiter, erzählte der Outlaw-Präsident noch. Im April 2018 wird sich das Team wieder am Falkensteinsee und am Alten Postweg auf eine Spielzeit vorbereiten. Es könnte, sagt Heidenescher, sein, dass die Oldenburger dann trotz der Niederlage Verbandsligist sind. Es sei möglich, dass die Ligenstruktur verändert wird und sie doch aufsteigen. „Wir hätten es aber lieber sportlich geschafft“, sagte Heidenescher. Bleiben die Outlaws Landesligist, steht ihr Saisonziel natürlich schon fest.


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