Fußball-Kiste Von Rückkehrern, Spionen und Zuschauerzahlen

Von Klaus Erdmann

Rückkehr zur alten Wirkungsstätte in Delmenhorst: Daniel Isailovic (links) und Marvin Osei vom VfL Oldenburg. Foto: Rolf TobisRückkehr zur alten Wirkungsstätte in Delmenhorst: Daniel Isailovic (links) und Marvin Osei vom VfL Oldenburg. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. In der Fußball-Szene ist immer etwas los. Wir haben einige Kurz-Nachrichten im Überblick.

Uwe Erkenbrecher beobachtet Atlas. „Habt ihr bitte mal ne Aufstellung für mich?“. Während der Pause des Treffens des Oberligisten SV Atlas mit dem VfL Oldenburg (1:2) stattete Uwe Erkenbrecher der Sprecherkabine einen Besuch ab. Der 62-jährige gebürtige Delmenhorster, der 1979/80 das Trikot des SVA trug, trainiert den MTV Gifhorn, der am Sonntag, 15 Uhr, den Delmenhorster Aufsteiger erwartet. Vom Verkehrschaos des vergangenen Wochenendes blieb auch Spion Erkenbrecher nicht verschont. „Ich habe die Autobahn verlassen und bin über die Landstraße gefahren“, berichtete der staatlich geprüfte Fußballlehrer. Unter diesen Umständen benötigte er für die 194 Kilometer von seinem Wohnort Calberlah nach Delmenhorst drei Stunden und traf erst 15 Minuten nach dem Anpfiff im Stadion ein. (Weiterlesen: VfL Oldenburg beendet die Serie des SV Atlas)

Trikots für Ganderkeseer A-Junioren. Die A-Jugendlichen des TSV Ganderkesee, Tabellenfünfter der Bezirksliga, freuen sich über zwei Trikotsätze und eine Trainerausrüstung, die sie von der Ganderkeseer Firma Umzüge Mansholt erhalten haben.

140 Besucher beim Oberliga-Hit. Die Zuschauerzahl beim Oberliga-Spitzenspiel SV Atlas gegen VfL Oldenburg (1:2) lag entgegen den Hoffnungen doch nicht im viertstelligen Bereich: Es kamen „nur“ rund 900 Besucher. Zum Vergleich. Das Gipfeltreffen 1. FC Wunstorf gegen Heeslinger SC (2:2) lockte 140 Fußballfreunde an. (Weiterlesen: SV Atlas mit dem besten Fanschnitt aller Oberliga-Nordclubs)

Souveräner TSV Limmer. In der Regionalliga der Frauen belegt der TSV Limmer nach fünf Spielen mit optimalen 15 Punkten und 21:4 Toren den Spitzenplatz. Die Verfolger SV Meppen II und SV Werder Bremen II haben es in vier Partien jeweils auf neun Zähler gebracht.

Leadership-Programm für Frauen. Der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) bietet ein neues Leadership-Programm an, das Frauen auf künftige ehrenamtliche Führungsfunktionen in der Vereins- und Verbandsfußballstruktur vorbereitet. Die Bewerbungen müssen bis zum 31. Oktober eingereicht werden. Ein Bewerbungsbogen ist auf der Homepage des NFV (www.nfv.de) in der Rubrik Spielbetrieb/Frauen/Leadership-Programm abrufbar.

Rückkehr zur alten Wirkungsstätte. Beim Gastspiel des VfL Oldenburg im Stadion, das der SV Atlas mit 1:2 verlor, kehrten zwei ehemalige Delmenhorster Spieler an ihre alte Wirkungsstätte zurück: Daniel Isailovic (einst SVA) und Marvin Osei (früher SV Tur Abdin). Osei („Der Trainer hat gesagt, ich soll mich beweisen“) freute sich nicht nur über den Sieg, sondern auch über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1. Isailovic („Wir waren spielerisch besser“) überzeugte ebenfalls. Nach seiner Auswechslung coachte der spielende Co-Trainer den VfL gemeinsam mit seinem Chef Dario Fossi. Hier geht’s zum Themenportal des SV Atlas

VfL Osnabrück zieht ungefährdet ins Halbfinale ein. Titelverteidiger VfL Osnabrück hat als viertes Team nach Arminia Hannover, SV Drochtersen/Assel und SSV Jeddeloh das Halbfinale im Krombacher Niedersachsenpokal erreicht. Der Drittligist setzte sich standesgemäß mit 5:0 (2:0) beim Oberligisten SVG Göttingen 07 durch und wahrte die Chance auf den fünften Pokalgewinn nach 2005, 2013, 2015 und 2017 sowie den Einzug in den DFB-Pokalwettbewerb 2018/19. Das Halbfinale wird während der Ostertage 2018 ausgetragen und noch in diesem Jahr ausgelost. Die beiden Siegerteams des Halbfinales qualifizieren sich für die Teilnahme am DFB-Pokal. Vor 1000 Zuschauern erzielten Marc Heider (5.), Marcos Alvarez (22./50.) und Halil Savran (53./61.) die Tore für die Lila-Weißen. Oberligist SV Atlas war in Runde eins im Elfmeterschießen am BSV Rehden gescheitert. (Weiterlesen: VfL Osnabrück beurlaubt Trainer Joe Enochs)

Und zu guter Letzt. Beim 8:2 beim MTV Eintracht Celle, das dem FC Eintracht Northeim zum Sprung auf den dritten Platz in der Oberliga verholfen hat, führte der Gastgeber in der 57. Minute noch mit 2:1. Dann folgte die starke halbe Stunde des Gastes, dem zwischen der 58. und der 83. Minute – und damit innerhalb von lediglich 26 Minuten – sieben Tore gelangen. Am Anfang standen zwei Dreierpacks, für die die Northeimer acht beziehungsweise sieben Minuten benötigten. Spielplan und Tabelle