Kreissporttag 2017 in Wardenburg KSB Landkreis Oldenburg und SSB Delmenhorst kooperieren

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Die Kooperation ihrer Verbände ist besiegelt: Holger Fischer, Vorsitzender des Stadtsportbundes Delmenhorst, und Peter Ache, der den Kreissportbund Landkreis Oldenburg führt. Archivfoto: Richard SchmidDie Kooperation ihrer Verbände ist besiegelt: Holger Fischer, Vorsitzender des Stadtsportbundes Delmenhorst, und Peter Ache, der den Kreissportbund Landkreis Oldenburg führt. Archivfoto: Richard Schmid

Wardenburg. Der Kreissportbund Landkreis Oldenburg und der Stadtsportbund Delmenhorst haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Das wurde während des Kreissporttags 2017 in Wardenburg bekannt gegeben.

Der Kooperationsvertrag zwischen dem Kreissportbund Landkreis Oldenburg und dem Stadtsportbund Delmenhorst ist unterschrieben worden. Das berichteten der KSB-Vorsitzende Peter Ache und der SSB-Vorsitzende Holger Fischer den Delegierten der Vereine während des Kreissporttags 2017 in Wardenburg. „Wir werden sehr schlagkräftig zusammenarbeiten“, sagte Ache über die Sportregion Delmenhorst/Oldenburg-Land.

Vierer-Kooperation kommt nicht zustande

Seit 2011 hatten die beiden Verbände lose mit den Kreissportbünden Cloppenburg und Vechta zusammengearbeitet, von 2014 an war dann über eine Kooperation dieser vier Vereinigungen beraten worden. „Diese Aufgabe hatten wir vom LSB bekommen“, erklärte Fischer. Der Landessportbund (LSB) fordert und fördert seit einigen Jahren Kooperationen von Sportbünden in den Bereichen Bildung, Sportentwicklung, Vereins- und Organisationsentwicklung und Sportjugend in so genannten Sportregionen. „Der SSB war sehr bemüht, die Vierer-Kooperation aufrecht zu erhalten“, sagte Fischer. Diese kam „leider“ (Fischer) nicht zustande.

Der SSB gründete dann mit Cloppenburg und Vechta die Sportregion Oldenburger Münsterland-Delmenhorst. „Diese ist vom KSB Vechta aufgekündigt worden“, berichtete Fischer in Wardenburg.

Aus Zusammenarbeit wird Kooperation

Der SSB und der KSB Landkreis Oldenburg arbeiteten zwischenzeitlich weiterhin bei Lehrgängen und Qualifix-Seminaren zusammen. Daraus ist jetzt eine Kooperation geworden.

„Wir fühlen uns vom Landessportbund alleine gelassen“, merkte Ache an. „Wir sind enttäuscht, weil wir uns gewünscht hatten, dass wir mehr Unterstützung bekommen.“ Es sei viel Zeit verloren gegangen. „Die werden wir aber aufholen.“

Ehrenamt soll wieder attraktiver werden

Ziel der Kooperation sei es, den Sport nach vorne zu bringen. Es gelte herauszuarbeiten, was die Grundidee von Sportvereine ist. „Sind wir Dienstleister? Sind wir nur Vereine? Sind wir beides?“, fragte Ache. Um, unter anderem, diese Aufgabe zu bewältigen, müssten sich der KSB und der SSB professionalisieren. Deshalb sei die Stelle eines Sportreferenten ausgeschrieben worden, für die auch schon eine geeignete Kandidatin gefunden worden sei, erklärte Ache. Sie solle spätestens am 1. März 2017 ihre Tätigkeit aufnehmen. Den Namen wollte der KSB-Vorsitzenden noch nicht nennen, da die Bewerberin noch woanders tätig sei.

Obwohl das ehrenamtliche Engagement im Sport oft gelobt wird, müsse das in Zukunft wieder attraktiver werden, erklärte Ache. „In anderen Bereichen gibt es höhere Quoten.“ Die Zahl derjenigen, die sich einbringen, nimmt also ab. Bei dem Versuch, dem entgegenzuwirken, solle die Sportreferentin ebenfalls mitwirken, sagte Achte.

Der KSB und die Vereine sollten die neuen Medien noch intensiver nutzen, um mit Sportlern und Sportinteressierten zu kommunizieren, sagte Ache: „Auch wir müssen dorthin, wo die Leute, vor allem die jungen Leute sind.“ Damit bezog er sich auf den Gastvortrag von Lars Reckermann, Chefredakteur der „Nordwest-Zeitung“, der die Arbeit einer Tageszeitung unter Berücksichtigung von sich verändernder Mediennutzung vorgestellt hatte.


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