Handball-Bundesliga A-Jugend HSG Grüppenbühren/Bookholzberg startet in Sieverstedt

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Will in der Bundesliga für sich und ihren Verein Werbung machen: die A-Jugend-Mannschaft der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Carsten Jüchter. Foto: Rolf TobisWill in der Bundesliga für sich und ihren Verein Werbung machen: die A-Jugend-Mannschaft der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Carsten Jüchter. Foto: Rolf Tobis

Bookholzberg. Die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg treten an diesem Samstag, 16 Uhr, zum ersten Mal in der Bundesliga an. Sie gastieren beim TSV Sieverstedt.

19 Handballer der Jahrgänge 1999 und 2000 und ihre Trainer Stefan Buß und Andreas Müller beginnen an diesem Samstag die Werbetour für sich und ihren Verein, die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Ab 16 Uhr treten sie zu ihrem ersten Spiel in der Nordstaffel der viergleisigen A-Jugend-Bundesliga beim TSV Sieverstedt an.

Saison wird „für uns alle ein Highlight“

Am 3. und 4. Juni hatte sich das HSG-Team in einem Relegationsturnier in Burgdorf den Platz in der höchsten deutschen Spielklasse gesichert und damit auch Experten überrascht. „Ein ganz unbekannter, kleiner Verein“ habe den Aufstieg geschafft, stellte Heiner Brand, 1978 als Spieler und 2007 als Bundestrainer Weltmeister, in einer Grußbotschaft in einem Motivationsvideo fest, das der Ganderkeseer Gemeindesprecher Hauke Gruhn anlässlich eines „Kickoff-Empfangs“ im Lichtsaal des Rathauses erstellt hatte. Noch dazu sei dessen Name schwer auszusprechen, stellte Brand fest. Natürlich weiß er, wie viel Arbeit auf und neben dem Feld geleistet werden muss, um so einen Erfolg zu realisieren. Das würdigte die Handball-Legende dann auch entsprechend und wünschte dem Team für die Saison alles Gute. „Die wird für uns alle ein Highlight“, sagt Buß und freut sich über die Gelegenheit, den Bekanntheitsgrad des Vereins deutlich zu steigern.

HSG will in jedem Spiel alles geben

Der HSG-Trainer macht das sportliche Ziel nicht an einem Tabellenplatz fest. „Wir gehen mit der Vorgabe in die Saison, die Spieler weiterzuentwickeln“, bestätigt Buss. „Und wir wollen jedes Spiel in der Bundesliga genießen.“ Nun hängt der Spaßfaktor eines Handballspiels aber auch mit dem Ergebnis zusammen, deshalb will sich die Grüppenbührener/Bookholzberger Handball-Spielgemeinschaft natürlich in keiner Partie verstecken. „Du spielst doch Handball, um zu gewinnen“, sagt Buss. „Wir wollen den Zuschauern in den Hallen zeigen, dass auch wir Handballspielen können.“ Das Wichtigste sei jedoch, dass sich die Mannschaft nach jedem Spiel in der Kabine sagen könne, dass sie alles gegeben hat. „Wenn das so ist und du trotzdem verloren hast, dann war der Gegner eben besser. Das kann man respektieren“, sagt Buß.

HSG-Trainer Buß lobt Engagement seiner Spieler

Die Spieler sind für die schweren Aufgaben gerüstet, die sie in den 22 Saisonspielen erwarten. „Es war eine sehr gute, lange und anstrengende Vorbereitung, in der alle super mitgezogen haben“, lobt Buß die Spieler für ihr Engagement in den vergangenen zwei Monaten. Die Mannschaft, in der Niklas Kowalzik aus der A-Jugend der HSG Delmenhorst, der mit einem Zweitspielrecht für das Bundesligateam auflaufen kann, der einzige Zugang ist, hat viermal pro Woche trainiert. Außer diesen Einheiten standen Turniere, Testspiele und Besuche im Kraftraum auf dem Programm. Ein Schwerpunkt war es, die körperlichen Grundlagen für das laufintensive Spielsystem zu schaffen, das dem Trainerduo vorschwebt. „Wir wollen schnellen Handball spielen und möglichst viele Kontertore erzielen, denn im gebundenen Angriff sechs gegen sechs wird es für uns oft sehr, sehr hart werden, uns Wurfchancen zu erarbeiten“, erklärt Buß. Nur vier der 19 HSG-Spieler sind 1999 geboren. Bei den meisten Konkurrenten ist dieses Verhältnis anders herum, berichtet der HSG-Trainer. Daher werden seine Spieler körperlich oft unterlegen sein. „Im Jugendbereich macht ein Jahr eine Menge aus.“

Buß ist nicht zuletzt deshalb froh, dass sein Kader so groß ist, auch wenn Müller und er fast wöchentlich schwere Entscheidungen treffen müssen. „Klar, jeder will spielen und ist natürlich enttäuscht, wenn er nicht dabei ist“, sagt der HSG-Trainer. „Doch wir werden jeden einzelnen Spieler brauchen. Die Saison ist lang.“

TSV Sieverstedt baut auf Heimstärke

Der erste Gegner, der TSV Sieverstedt, stellt eine robuste, körperlich starke Mannschaft. Ihr Trainer, Dirk Hasenpusch, hat in der auf Facebook veröffentlichten Hallenzeitung einen „einstelligen Tabellenplatz“ zum Saisonziel erklärt. Dass der möglich sei, habe das Team, das ebenfalls aufgestiegen ist, in Vorbereitungsspielen mit guten Ergebnissen bewiesen, sagt Buß über die Gastgeber. In einem Turnier in Tarp gelang dem TSV, zum Beispiel, ein Erfolg über den THW Kiel – am Sonntag, 17. September, erster Heimspielgegner der HSG.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg will ihr Spiel durchziehen

Der TSV baut vor allem auf seine Heimstärke. In einer kleinen, engen Halle sorgen 300 Zuschauer für Stimmung. „Wichtig wird sein, dass wir die Nervosität schnell ablegen, uns keinen Kopf machen und uns von der Atmosphäre nicht beeindrucken lassen, sondern unser Spiel durchziehen“, beschreibt Buß, wie das HSG-Team die erste Etappe ihrer Werbetour zu einem Erfolg machen möchte.


Der HSG-Kader:

Tor: Simon Schreiner, Jan Kinner, Torben Knop.

Rückraum: Tilman Dehmel, Carsten Jüchter, Jona Schultz, Kian Kruse, Torsten Jüchter, Piet Gerke, Jaime Lippe, Niklas Kowalzik, Nils Wehrheim.

Kreis: Henk Braun, Norman Lachs.

Außen: Nico Hennemann, Sönke Harfst, Thies Kügler, Bennet Krix, Sebastian Latz.

Trainer: Stefan Buß, Andreas Müller.

Der Spielplan:

9. September: TSV Sieverstedt - HSG (16 Uhr)

17. September: HSG - THW Kiel (14 Uhr)

24. September: TV Oyten - HSG (15 Uhr)

30. September: HSG - SC Magdeburg (17 Uhr)

14. Oktober: HSG - VfL Bad Schwartau (15 Uhr)

21. Oktober: HSV Hamburg - HSG (18.30 Uhr)

4. November: Empor Rostock - HSG (16 Uhr)

11. November: HSG - SG Flensburg-Handewitt (17 Uhr)

18. November: VfL Potsdam - HSG (17 Uhr)

19. November: Füchse Berlin - HSG (16 Uhr)

26. November: HSG - TSV Sieverstedt (14 Uhr)

9. Dezember: THW Kiel - HSG (16 Uhr)

13. Januar: Eintracht Hildesheim - HSG (19 Uhr)

20. Januar: HSG - TV Oyten (17 Uhr)

28. Januar: SC Magdeburg - HSG (16.30 Uhr)

3. Februar: HSG - Eintracht Hildesheim (17 Uhr)

11. Februar: VfL Bad Schwartau - HSG (13.30 Uhr)

17. Februar: HSG - Füchse Berlin (17 Uhr)

25. Februar: HSG - HSV Hamburg (14 Uhr)

10. März: HSG - Empor Rostock (17 Uhr)

17. März: SG Flensburg-Handewitt - HSG (15 Uhr)

24. März: HSG - VfL Potsdam (17 Uhr)

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