2. Fußball-Bundesliga TV Jahn holt überraschendes 0:0 beim FF USV Jena II

Von Klaus Erdmann

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Gute Laune nach einem unerwarteten Punktgewinn: die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst frisch geduscht vor dem Jenaer Stadion. Foto: HannemannGute Laune nach einem unerwarteten Punktgewinn: die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst frisch geduscht vor dem Jenaer Stadion. Foto: Hannemann

Jena. Die Fußballerinnen des TV Jahn, Vizemeister der Regionalliga Nord und Neuling in der 2. Bundesliga, haben am Sonntagvormittag mit dem 0:0 beim FF USV Jena II auf einem Nebenplatz des Ernst-Abbe-Sportfeldes für eine Überraschung gesorgt.

„Ich habe hohen Respekt vor der Truppe. Die Spielerinnen haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt und sich den Punkt verdient“, lobte Claus-Dieter Meier, Cheftrainer des ersatzgeschwächten Gastes. Großen Anteil an dem Unentschieden besaß Torhüterin Magdalena Flug. „Wir haben viele Großchancen vergeben und Punkte verschenkt“, meinte Christian Kucharz. Zudem beklagte der Übungsleiter des Titelträgers der Regionalliga Nordost den Platzverweis seiner Mannschaftsführerin Tina Kremlitschka (83.).

Der von Personalproblemen geplagte TV Jahn bot nur 14 Spielerinnen auf. In der 78. Minute wechselte Meier die etatmäßige Ersatztorhüterin Jannika Ehlers, die während der Jugend auf dem Feld gespielt hatte, für Neuzugang Stefanie Herzberg ein.

Magdalena Flug überragend

Vor der Pause erlebten die 120 Zuschauer „ein ausgeglichenes und gutes Spiel“ (Meier). In der 9. Minute retteten die Gastgeberinnen bei einem Schuss von Anna Mirbach auf der Linie. In der 20. Minute verhinderte TVJ-Schlussfrau Magdalena Flug einen Rückstand. Auf der Gegenseite parierte Antonia Knupfer einen Schuss von Laura D‘Elia, die Meier als Rechtsverteidigerin aufbot, glänzend. „In den ersten 20 Minuten haben wir gezeigt, was wir drauf haben“, berichtete Meier. Kucharz sagte, dass sein Team ab der 25. Minute „sehr gut“ gespielt habe.

Jahn behielt bei Jenas langen Bällen die Oberhand, wobei insbesondere die Innenverteidigerinnen Lena Funke und Lynn Janning gute Arbeit verrichteten. Zudem glänzte Flug wiederholt.

Jena-Trainer findet Ergebnis „unfair“

Nach dem Wiederanpfiff vergaben Sandra Göbel und Julia Hechtenberg gute Jahn-Gelegenheiten. In der 59. Minute rettete Tomke Hege in letzter Sekunde. „Jena hatte die klareren Möglichkeiten“, sagte Meier. Kollege Kucharz sprach von vielen Großchancen. Das Ergebnis sei „unfair“.

In der 83. Minute sorgte Kremlitschkas Platzverweis für Aufregung. „Es kam ein langer Ball auf Neele Detken, die dann im Spurt gefoult wurde“, schilderte Meier die Szene. „Die Schiedsrichter können ja nicht mehr mit Fingerspitzengefühl reagieren und haben keine andere Wahl“, ergänzte er und nannte die Entscheidung „vertretbar“. Kucharz: „Bei diesem Zweikampf an der Mittellinie hätte es keine Rote Karte geben dürfen. Aber der Platzverweis war nicht spielentscheidend.“ Jenas Coach über den TV Jahn: „Der Gegner hat seine Sache gut gemacht, war kämpferisch stark und hat eine sehr gute Torhüterin.“

Meier („Die letzten zehn Minuten waren nicht so anstrengend, wie wir es erwartet hatten“) lobte alle Spielerinnen. Bei den Kontern sei das Team allerdings einige Male zu hektisch gewesen. „Hier muss die Mannschaft noch cleverer werden“, unterstrich er.

Delmenhorst musste auf die verletzten Nahrin Uyar, Nadine Poppen und Aileen Fahlbusch sowie Kira Grotheer (Urlaub) verzichten. TVJ trat die Reise nach Jena am Samstag an und erlebte ein rundum gelungenes Wochenende. „Es hat alles gut geklappt“, informierte Meier, der seine Spielerinnen am Samstagabend zu einer Trainingseinheit bat.

Am Sonntag, 14 Uhr, steht das erste Heimspiel des Zweitligas-Aufsteigers TV Jahn auf dem Plan. Er erwartet dann den Herforder SV, der sich am ersten Spieltag vom SV BW Hohen Neuendorf mit einem 0:0 trennte.


USV Jena II - Jahn Delmenhorst 0:0

Jena II: Knupfer; Riedel, Löser, Tellenbröker, Preuß, Adam (86. Güther), Graser, Müller, Knipp (71. Lehnard), Weiß, Kremlitschka.

TV Jahn: Flug: Janning, Funke, Heeren, Hechtenberg, Detken, D‘Elia, Göbel, Mirbach, Hege, Herzberg (78. Ehlers).

Schiedsrichterin: Kollmann (Radebeul); Assistentinnen: Dittmar, Thieme.

Zuschauer: 120.

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