SC Ochtum Segeln, die große Leidenschaft des Jan Dauelsberg

Von Richard Schmid

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Segeln im mondänen Revier Monacos: Für Jan Dauelsberg (hinten) vom SC Ochtum erfüllte sich im vergangenen Herbst in der Crew von Ex-Weltmeister Karsten Witte um die weiteren Team-Mitglieder Tjorben Wittor (Mitte) und Lars Glander (vorne) ein Traum. Foto: Timo MünzbergSegeln im mondänen Revier Monacos: Für Jan Dauelsberg (hinten) vom SC Ochtum erfüllte sich im vergangenen Herbst in der Crew von Ex-Weltmeister Karsten Witte um die weiteren Team-Mitglieder Tjorben Wittor (Mitte) und Lars Glander (vorne) ein Traum. Foto: Timo Münzberg

Lemwerder. Bereits mit fünf Jahren begann Jan Dauelsberg (SC Ochtum), zu segeln. Jetzt nimmt er mit seinen erst 18 Jahren bereits an internationalen Regatten als Mitglied einer Crew von Ex-Weltmeister Karsten Witte teil.

Für Jan Dauelsberg erfüllte sich im vergangenen Winter ein Traum. Als jüngstes Mitglied einer vierköpfigen Crew um Skipper und Ex-Weltmeister Karsten Witte nahm der 18-Jährige an mehreren internationalen Regatten im mondänen Segelrevier Monacos teil. Seit Herbst 2016 gehört der junge Segler des SC Ochtum zum Team „GER 473 J-WD“, das in der Segelbootklasse J/70 ihr Glück versucht. Und Witte, der Dauelsberg schon von Kindesbeinen an kennt, hält große Stücke von seinem jüngsten Mitsegler: „Jan macht an Bord einen tollen Job, ist überaus engagiert und hängt sich voll rein.“

Das Segeln hat Dauelsberg quasi in die Wiege gelegt bekommen, sind doch seine Eltern mit dem Segelsport eng verbunden. „Mit fünf Jahren habe ich auf dem Ochtumer Altarm die ersten Grundlagen des Segelns gelernt. Das hat mir gleich Riesenspaß gemacht“, erzählt er. Auf der Optimisten Jolle, einem kleinen und leichten Boot, stellten sich als Jugendlicher bereits erste Regatta-Erfolge ein. „Vier Jahre hintereinander habe ich mit dem Opti die Schleusenregatta gewonnen“, berichtet er. Auch diese ersten Erfolge fallen nicht vom Himmel, sondern erfordern wie in jedem Sport intensives Training.

Das Team „GER 473 J-WD“: (von links) Skipper Karsten Witte, Lars Glander, Jan Dauelsberg und Tjorben Wittor. Foto: Timo Münzberg

Gemeinsam mit der Jugendgruppe Ochtum, einem Zusammenschluss junger Mitglieder verschiedener Segelclubs, wurde und wird bis zu zweimal in der Woche trainiert. „Vor Wettkämpfen gab und gibt es dann noch ein ausgedehnteres Intensivtraining.“ Inzwischen trainiert der Lemwerder Segler zudem mit Karsten Witte auf der J/70, einem etwa sieben Meter langen Sportboot, das seit 2012 weltweit immer mehr Segler begeistert. „Die J/70 ist leicht und sehr schnell, ein echtes Sportboot eben“, sagt Dauelsberg.

Vor allem kann sich Dauelsberg für Wettkämpfe begeistern. „Das Wettrennen auf Regatten ist unglaublich cool. Im Unterschied zum Motorboot, wo man nur Gas gibt, ist Segeln eine ganz andere Herausforderung“, sagt er. An Bord müssen – vor allem bei einer mehrköpfigen Crew – alle Handgriffe sitzen und die Abläufe genau aufeinander abgestimmt werden. Wichtig sei, so Dauelsberg, dass der Wind ständig beobachtet werde und dass dabei die Boote der Konkurrenz nicht aus den Augen verloren werden. „Eine Regatta beginnt bereits vor dem eigentlichen Wettkampfstart“, sagt er, denn es komme darauf an, das Boot richtig zu positionieren. Nicht ganz einfach, denn Starts bei Regatten erfolgen immer gegen den Wind. Ein Fehlstart führe automatisch zur Disqualifikation.

Der Traum vom Skipper

Seit einigen Monaten ist Dauelsberg selbst stolzer Besitzer eines kleinen Bootes. Ausgestattet mit einer kleinen Schlupfkajüte und allem was man auch für mehrtägige Segeltörns benötigt „Habe ich mir durch eisernes Sparen selbst erworben“, erzählt er stolz. In diesem Herbst beginnt er der junge Sportler eine Ausbildung als Industriemechaniker – und wie sollte es bei einem dem Wassersport verfallenen Segler auch anders sein – bei der größten Yachtwerft der Region. Bezüglich seiner sportlichen Zukunft will er weiterhin als Teil der Crew um Karsten Witte an großen Bootswettkämpfen teilnehmen. Doch dabei soll es nicht bleiben: „Irgendwann möchte ich als Skipper selbst an eigenen Regatten teilnehmen und dabei Erfolge einfahren.“


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