Fussball-Oberliga 2017/18 Vorstand des SV Atlas freut sich auf Saisonstart

Von Lars Pingel

Freuen sich auf das erste Saisonspiel 2017/2018 des SV Atlas in der Oberliga: (von links, hinten) Trainer Jürgen Hahn, Mannschaftskapitän Stefan Bruns, Co-Trainer Marco Büsing, Vorstandsmitglied Bastian Fuhrken und der neue Stadionsprecher Heinz Bussmann. Foto: Rolf TobisFreuen sich auf das erste Saisonspiel 2017/2018 des SV Atlas in der Oberliga: (von links, hinten) Trainer Jürgen Hahn, Mannschaftskapitän Stefan Bruns, Co-Trainer Marco Büsing, Vorstandsmitglied Bastian Fuhrken und der neue Stadionsprecher Heinz Bussmann. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Es sei ein enormer Aufwand gewesen, den Start in der Oberliga möglich zu machen, erklärt der Vorstand des SV Atlas Delmenhorst. Der Saisonetat sei gesichert.

Dieser Samstag, der 12. August, ist der 77. Tag, an dem sich der SV Atlas Delmenhorst Oberligist nennen darf. Kneifen muss Bastian Fuhrken, Vorstand Sport des Vereins, deshalb niemand mehr. „Wir haben es langsam alle verstanden“, sagt er kurz vor dem ersten Punktspiel in der fünfthöchsten Klasse im deutschen Fußball. An diesem Samstag, 16 Uhr, tritt die Atlas-Mannschaft beim TuS Sulingen an. Dass diese 77 Tage nach dem 5:1-Erfolg über den VfL Wildeshausen im letzten Punktspiel der Landesliga-Saison 2017/18, mit dem der vierte Aufstieg seit der Atlas-Neugründung im April 2012 perfekt gemacht worden war, für das Führungsgremium keine Sommerpause zum Genießen war, verhehlt Fuhrken nicht. „Das war für alle ein enormer Aufwand“, sagt er. Der habe sich aber gelohnt: „Wir freuen uns auf die Oberliga-Saison.“

Mit dem Etat im Liga-Mittelfeld

Die erste Aufgabe, die erledigt werden musste, war es, den Saisonetat zu sichern. Die Kosten, erklärt Fuhrken, seien im Gesamtverein im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent gestiegen. „Wir mussten also im Sponsoring nachlegen.“ Und das unter der Voraussetzung, dass ein größerer Unterstützer des Vereins sein Engagement beendet hatte. „Mit riesigem Engagement und viel Hilfe aus unserem schon bestehenden Sponsorenkreis haben wir das geschafft“, sagte Fuhrken. Der Etat sei, wenn alle Zusagen eingehalten werden, gedeckt. Der des SV Atlas läge im Ligavergleich übrigens im unteren Mittelfeld.

Neuer Stadionsprecher

Eine sicht- und hörbare Veränderung wird es während der Atlas-Heimspiele geben. „Manfred Bartsch, der uns bisher ehrenamtlich als Stadionsprecher unterstützt und das sehr, sehr gut gemacht hat, hat die Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen abgegeben“, erklärt Fuhrken. Tammo Renken, ebenfalls Vorstand Sport, habe deshalb den Kontakt zu Heinz Bussmann hergestellt. Der habe nach einem Gespräch und ganz kurzer Bedenkzeit zugesagt und werde sich auch an anderen Stellen einbringen. „Ich habe das letzte Spiel des alten SV Atlas 1999 gesehen“, erzählte Bussmann. „Danach hatte ich 18 Jahre lang mit dem SVA nichts mehr zu tun.“ Doch schon in und nach einem 90-minütigen Gespräch mit dem Vorstand habe er sich sehr wohlgefühlt. „Und jetzt freue ich mich auf das blau-gelbe Jahr.“ Er werde die Partien mit einem Funkmikrofon begleiten, sodass er auch auf und neben dem Platz sein kann.

Verantwortung soll verteilt werden

Der große sportliche Erfolg der Mannschaft und vor allem der Durchmarsch durch die Landesliga habe den Druck auf die Vereinsführung erhöht, gibt Fuhrken zu. „Wir konnten nicht alle Dinge erledigen, die wir uns vorgenommen hatten.“ Zu allererst müsse die Verantwortung auf noch mehr Schultern verteilt werden. „Das Team ums Team soll größer werden.“ Das gelte für die Betreuung der ersten und zweiten Mannschaft und für die Vereinsführung. Es werde überlegt, eine Geschäftsstelle zu eröffnen. „Auch beim Thema Sicherheit wollen wir uns immer weiterentwickeln, sodass es im Stadion zu keinen Vorfällen kommt“, ergänzt Fuhrken. Für die Oberliga sei keine Fantrennung vorgeschrieben. Trotzdem werde der SVA „von Spiel zu Spiel“ überdenken, was gemacht werden muss. Dafür wird er auch den Kontakt zu den anderen Vereinen suchen.

Ein weiteres Thema sei die Stadionbewirtung. Die bisher stetig wachsenden Zuschauerzahlen führen dazu, „dass wir mehr machen müssen“.

Lob für Kooperation mit Tur Abdin

Der SVA-Vorstand möchte zudem unbedingt die Jugendarbeit intensivieren. Die Kooperation mit dem Stadionnachbarn, dem SV Tur Abdin, die seit dem 1. Januar 2017 besteht, „läuft super“, sagt Fuhrken. Trotzdem soll noch mehr getan werden. „Wer so etwas schon einmal gemacht hat, weiß aber, wie schwer das ist. Du brauchst einfach viele Ehrenamtliche, die die Junioren-Mannschaften trainieren und betreuen.“

All diese Themen werde der Vorstand nach dem ersten Heimspiel am 19. August, 16 Uhr, gegen Eintracht Celle „ganz intensiv angehen“, sagt Fuhrken: „Bisher waren wir komplett damit ausgelastet, den Start in der Oberliga möglich zu machen.“


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